Investitionen in Innovationen

Investitionen in Innovationen
Fabian Chiozza, Jens Breu
Lesezeit: 2 Minuten

Ostschweizer Unternehmen zeigen sich in einem immer anspruchsvolleren Wettbewerb anpassungsfähig und konsequent innovativ.

Warten, bis andere für einen die Kohlen aus dem Feuer holen, ist nicht die Sache von Ostschweizer Unternehmen. Sie wissen, wie sie aus eigener Kraft auf die aktuelle Weltlage reagieren können.

In Innovationen investieren

«In einem herausfordernden Umfeld sind stabile interne Strukturen und eine klare strategische Ausrichtung entscheidend. Für uns heisst das konkret: kurze Kommunikationswege, schnelle und effiziente Entscheidungsfindung sowie eine nahbare Führung», sagt Jens Breu, CEO der SFS Group. «Der zentrale Erfolgsfaktor bleibt unsere Local-for-Local-Strategie:

Wir produzieren dort, wo unsere Kunden sind. Dadurch sind wir weniger anfällig gegenüber den globalen handelspolitischen Umbrüchen, und unsere Kunden profitieren von einer erhöhten Liefersicherheit dank robuster und nachhaltiger Lieferketten.»  Weiter hält Breu fest: «Gleichzeitig ist es unerlässlich, noch intensiver in Innovationen zu investieren und unseren Servicegrad konsequent hochzuhalten. Nur wenn wir technologische Weiterentwicklung, kundenspezifische Lösungen und operative Exzellenz miteinander verbinden, können wir auch in einem anspruchsvollen Umfeld der bevorzugte Partner unserer Kunden bleiben und uns weiterhin vom Wettbewerb differenzieren.»

MINT-Kompetenzen stärken

«In einem Umfeld aus geopolitischer Unsicherheit und konjunkturellem Gegenwind ist unternehmerische Anpassungsfähigkeit zentral. Die Wirtschaft muss ihre internationale Ausrichtung sichern und diversifizieren, Abhängigkeiten reduzieren und neue Märkte erschliessen», sagt Fabian Chiozza, CFO der VAT-Group. «Unternehmen können aus eigener Kraft ihre Markt- und Kundenbasis verbreitern, Lieferketten resilienter gestalten sowie Produktivität und Energieeffizienz steigern. Investitionen in Innovation, Automatisierung, Digitalisierung und MINT-Kompetenzen bei potenziellen Arbeitskräften stärken die Wettbewerbsfähigkeit auch bei höheren Kosten.» Gleichzeitig gelte es, als attraktive Arbeitgeber aufzutreten, durch Aus- und Weiterbildung sowie moderne Arbeitsmodelle. Für VAT heisst dies: «Fokus auf Effizienz, Innovation und Flexibilität.»

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Verlässliche Rahmenbedingungen

Um absehbare Nachteile für die Wirtschaft durch Zölle und andere Handelshemmnisse auszugleichen, haben die Unternehmer klare Wünsche an den Staat: «Von der nationalen und kantonalen Politik wünsche ich mir, dass sie verlässliche, wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen schafft, nicht durch branchenspezifische Subventionen, sondern horizontal», sagt Fabian Chiozza. «Prioritär sind die Sicherung und der Ausbau von weltweiten Marktzugängen, um Zölle abzubauen. Ausserdem wichtig sind offene Arbeitsmärkte, Personenfreizügigkeit, effiziente Drittstaatenzugänge, bezahlbare Energie durch Kooperation mit Europa, also das Stromabkommen, sowie Infrastruktur: Energie, Verkehr und digitale Netze. Ergänzend braucht es innovationsfreundliche Bedingungen für Forschung und Start-ups sowie Kostenstabilität, insbesondere bei den Lohnnebenkosten.»

Ähnlich sieht es der CEO von SFS: «Wir pflegen hier am Standort Heerbrugg und an anderen Schweizer Standorten eine sehr konstruktive Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden und den politischen Vertretern», sagt Jens Breu. «Zentral für die Industrie ist das Verhältnis zur EU, dem wichtigsten Handelspartner. Abstriche bei den handelspolitischen Rahmenbedingungen oder beim Zugang zum grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt würden die Wettbewerbsfähigkeit von Schweizer Industrieunternehmen massiv belasten.»

Text: Philipp Landmark

Bild: zVg

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