St.Gallen

Wohneigentum im Kanton St.Gallen bleibt knapp und wird teurer

Wohneigentum im Kanton St.Gallen bleibt knapp und wird teurer
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Der Markt für Wohneigentum im Kanton St.Gallen bleibt angespannt. Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser sind weiterhin knapp, während die Preise trotz erster Anzeichen einer Verlangsamung weiter steigen. Das zeigt der neue Immobilienmarktbericht der St.Galler Kantonalbank mit Datenstand April 2026.

Text: pd/red

Wer im Kanton St.Gallen Wohneigentum kaufen möchte, findet nach wie vor nur ein begrenztes Angebot vor. Im ersten Quartal 2026 standen lediglich rund drei Prozent aller Eigentumswohnungen und 1,5 Prozent der Einfamilienhäuser zum Verkauf. Beide Werte liegen deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage hoch, sodass neu auf den Markt kommende Objekte rasch Käufer finden.

Entsprechend haben die Preise erneut angezogen. Eigentumswohnungen verteuerten sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um durchschnittlich 4,3 Prozent. Bei Einfamilienhäusern betrug der Anstieg 2,5 Prozent. Zwar hat sich die Dynamik insbesondere bei Einfamilienhäusern abgeschwächt, von einer Entspannung kann laut Bericht jedoch keine Rede sein.

Region St.Gallen besonders gefragt

Besonders ausgeprägt zeigt sich die Entwicklung in der Region St.Gallen. Dort übersteigt die Nachfrage das Angebot deutlich. Auf den Immobilienportalen kommen laut Bericht auf jede ausgeschriebene Eigentumswohnung durchschnittlich vier Kaufinteressenten, bei Einfamilienhäusern sogar mehr als sieben.

Die Preise für Eigentumswohnungen stiegen in der Region innerhalb eines Jahres um 5,5 Prozent. In der Stadt St.Gallen fiel der Anstieg mit 8,9 Prozent noch markanter aus. Ein mittleres Einfamilienhaus verteuerte sich in der Stadt um vier Prozent. Gleichzeitig nimmt die Neubautätigkeit wieder zu. In den vergangenen zwölf Monaten wurden in der Region knapp 460 neue Eigentumswohnungen bewilligt, doppelt so viele wie im Durchschnitt der letzten fünf Jahre.

Linthgebiet und Sarganserland unter Druck

Auch im Linthgebiet bleibt der Markt stark unter Druck. Dort standen lediglich 2,4 Prozent der Eigentumswohnungen und ein Prozent der Einfamilienhäuser zum Verkauf. Gleichzeitig gingen die Baubewilligungen zurück. Eigentumswohnungen verteuerten sich gegenüber dem Vorjahr um 5,1 Prozent.

Im Sarganserland zählen die Eigenheimmärkte ebenfalls zu den angespanntesten im Kanton. Besonders stark stiegen dort die Preise für Einfamilienhäuser. Mit einem Plus von 5,5 Prozent verzeichnete die Region den höchsten Anstieg innerhalb des Kantons St.Gallen.

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Rheintal mit grösserem Angebot

Eine etwas andere Situation zeigt sich im Rheintal. Mit einer Angebotsquote von 4,6 Prozent ist die Auswahl an Eigentumswohnungen dort grösser als in anderen Regionen des Kantons. Trotzdem legten die Preise für Eigentumswohnungen nochmals um 3,6 Prozent zu. Bei Einfamilienhäusern hat sich die Entwicklung hingegen deutlich beruhigt, die Preise stagnierten weitgehend.

Preisanstieg dürfte an Tempo verlieren

Für die kommenden Monate rechnet die St.Galler Kantonalbank weiterhin mit steigenden Preisen. Gestützt wird die Nachfrage durch das nach wie vor tiefe Zinsniveau und die anhaltende Attraktivität vieler Wohnregionen im Kanton. Gleichzeitig dürfte das Preiswachstum etwas an Schwung verlieren. Als Gründe nennt der Bericht ein moderateres Bevölkerungswachstum, konjunkturelle Unsicherheiten sowie eine zunehmende Bautätigkeit bei Eigentumswohnungen.

Im kantonalen Durchschnitt kostet eine Eigentumswohnung inzwischen rund eine Million Franken. Für ein Einfamilienhaus müssen Käufer im Mittel rund 1,62 Millionen Franken bezahlen.

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