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Hamerly AG gewinnt 50 Bauunternehmen

Hamerly AG gewinnt 50 Bauunternehmen
Die Hamerly-Gründerinnen Elaine Holl und Bianca Müller
Lesezeit: 2 Minuten

Das Zuzwiler Start-up Hamerly will die Koordination auf Baustellen grundlegend vereinfachen. Nur eineinhalb Monate nach dem Marktstart wird die digitale Bauprojekt-Managementsoftware bereits von 50 Unternehmen in Europa eingesetzt. In den kommenden Jahren soll Hamerly bei mehr als 4000 Bauprojekten zum Einsatz kommen.

Text: pd/stz.

Die Idee für Hamerly entstand direkt aus dem Baualltag. Mitgründerin Bianca Müller führt ein eigenes Unternehmen für Wohnungsumbauten, Mitgründerin Elaine Holl kennt die Branche durch das Bauunternehmen ihrer Eltern. Beide erlebten, wie schnell wichtige Informationen verloren gehen, wenn bei einem Bauprojekt zahlreiche Beteiligte und Subunternehmen koordiniert werden müssen.

Aufgaben werden nicht konsequent nachverfolgt, Mängel lassen sich im Streitfall nur schwer dokumentieren und ein beträchtlicher Teil der Kommunikation läuft über unterschiedliche WhatsApp-Gruppen. Besonders bei grösseren Projekten mit zahlreichen Gewerken steigt dadurch der Koordinationsaufwand erheblich.

Gründerinnen entwickeln fehlende Lösung selbst

Auf der Suche nach einem geeigneten digitalen Werkzeug fanden Holl und Müller nach eigenen Angaben keine Lösung, die ihren Anforderungen entsprach. Die beiden befreundeten Unternehmerinnen entschieden sich deshalb, selbst eine Bauprojekt-Managementsoftware zu entwickeln.

Hamerly bündelt verschiedene Funktionen auf einer zentralen Plattform. Die Software lässt sich als digitales Bautagebuch nutzen, ermöglicht die Dokumentation und Verwaltung von Mängeln inklusive Fotos und unterstützt die Koordination von Subunternehmen. Projektbezogene Informationen sollen damit an einem Ort erfasst werden, anstatt sich auf unterschiedliche Kommunikationskanäle zu verteilen.

Erste Kunden kommen aus mehreren Ländern

Nur rund eineinhalb Monate nach dem Marktstart nutzen laut Hamerly bereits 50 Bauunternehmen die Software. Der Schwerpunkt liegt derzeit im deutschsprachigen Raum. Erste Abonnenten konnte das Zuzwiler Start-up jedoch auch in weiteren europäischen Ländern gewinnen.

Das Geschäftsmodell kombiniert ein Basisabonnement mit einer jährlichen Gebühr pro Projekt. In den kommenden Jahren wollen Holl und Müller die Verbreitung ihrer Plattform deutlich ausbauen.

«Unser Ziel ist es, dass Hamerly in den nächsten zwei bis drei Jahren bei über 4000 Bauprojekten zum Einsatz kommt», sagt Mitgründerin Elaine Holl.

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Investorin unterstützt den Aufbau

Finanziell wird das Start-up seit seiner Gründung von einer stillen Investorin unterstützt. Müller arbeitet von der Schweiz aus für Hamerly, während Holl von Deutschland aus für Marketing und PR verantwortlich ist.

Beide Gründerinnen verfügen bereits über Erfahrung im Aufbau junger Unternehmen. Sie haben zuvor jeweils ein eigenes Start-up gegründet und bringen damit neben ihrer Kenntnis der Baubranche auch unternehmerisches Know-how in die Entwicklung von Hamerly ein.

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