VAT mit starkem Auftragseingang im vierten Quartal 2025
Text: pd/red
Im vierten Quartal 2025 beschleunigte sich die Nachfrage nach Produkten von VAT leicht. Das für das Unternehmen relevante Halbleitermarktsegment wuchs weiter über dem Niveau von 2024. Treiber waren vor allem modernste Logic- und Memory-Chips, bei denen die Business Unit Semiconductors ihre Technologie- und Marktführerschaft ausspielen konnte.
KI-Rechenzentren als zentraler Wachstumstreiber
Die steigende Nachfrage hängt eng mit dem Ausbau von KI-Rechenzentren zusammen. Diese erfordern hohe Investitionen seitens der Hyperscaler. Für 2025 werden die entsprechenden Capex-Ausgaben auf über 400 Milliarden US-Dollar geschätzt, für 2026 liegen die Erwartungen noch höher. Parallel dazu stiegen die Preise für Speicherchips im Verlauf des Jahres 2025 deutlich. Die Produktionskapazitäten für HBM- und DRAM-Chips gelten für 2026 bereits als ausgelastet. Entsprechend zogen gegen Ende 2025 auch die Investitionen der Speicherhersteller in für VAT relevante Vakuumanwendungen an.
Auftragseingang deutlich über Vorjahr
Die vorläufigen Auftragseingänge beliefen sich im vierten Quartal auf rund 305 Millionen Franken. Das entspricht einem Plus von 28 Prozent gegenüber dem Vorquartal und 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zu konstanten Wechselkursen resultierte ein Wachstum von 30 Prozent gegenüber dem Vorquartal und 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den Zahlen enthalten sind vorgezogene Bestellungen im Umfang von 30 bis 35 Millionen Franken im Vorfeld von Preiserhöhungen per 1. Januar 2026.
Umsatz über Prognose, Vorjahresvergleich verzerrt
Der Umsatz erreichte im vierten Quartal rund 257 Millionen Franken und lag damit deutlich über der Prognose von 225 bis 245 Millionen Franken. Gegenüber dem Vorquartal blieb der Umsatz stabil, zu konstanten Wechselkursen resultierte ein Plus von 1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ging der Umsatz um 9 Prozent zurück. Bereinigt um Umsätze von 22 Millionen Franken, die vom dritten ins vierte Quartal 2024 verschoben worden waren, hätte der Rückgang lediglich 1 Prozent betragen.
Das vorläufige Book-to-Bill-Verhältnis lag bei 1,2. Bereinigt um die vorgezogenen Aufträge ergibt sich ein Wert von rund 1,1.
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China bleibt wichtiger Absatzmarkt
Neben der verbesserten Geschäftstätigkeit westlicher OEMs trug die weiterhin starke Nachfrage aus China wesentlich zum Auftragseingang bei. Auch die Business Unit Global Service profitierte von der anziehenden Nachfrage. Die Aktivitäten in der Business Unit Advanced Industrials lagen leicht über dem Vorquartal.
Gesamtjahr 2025 mit solider Marge
Im Gesamtjahr 2025 beliefen sich die vorläufigen Auftragseingänge auf rund 1,033 Milliarden Franken und lagen damit auf Vorjahresniveau. Der Nettoumsatz stieg um rund 14 Prozent auf etwa 1,073 Milliarden Franken. Zu konstanten Wechselkursen resultierte ein Bestellplus von 6 Prozent und ein Umsatzwachstum von 20 Prozent.
Die EBITDA-Marge lag bei rund 30 Prozent. Margenvorteile aus höheren Volumina wurden teilweise durch negative Währungseffekte kompensiert, insbesondere durch die Entwicklung des Schweizer Frankens gegenüber dem US-Dollar. Der Free Cashflow wird für 2025 auf über 225 Millionen Franken geschätzt, was einem Plus von rund 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Ausblick stützt langfristigen Wachstumspfad
Die Geschäftsentwicklung im vierten Quartal und der Blick auf 2026 stützen laut VAT die Erwartung eines langfristigen Wachstumspfads in Richtung eines globalen Halbleitermarkts von einer Billion US-Dollar. Die detaillierten Ergebnisse für das Gesamtjahr 2025 sowie ein Update zum Ausblick 2026 will das Unternehmen am Dienstag, 3. März 2026, veröffentlichen.