Tosam steigt ins digitale Dienstleistungsgeschäft ein
Text: pd/stz.
Die Tosam-Stiftung ist in der Region vor allem durch Angebote wie WinWin, Gartenbau, Recycling und Räumungen bekannt. Der Geschäftsbericht 2025 zeigt nun eine wichtige Weiterentwicklung: Mit dem Scancenter hat die Stiftung ein digitales Dienstleistungsangebot aufgebaut, das Organisationen bei Papier- und Dokumentenprozessen entlastet und zugleich neue Arbeitsmöglichkeiten schafft.
Im Scancenter werden physische Post und Kreditorenbelege vorbereitet, sortiert und digital verarbeitet. Pro Jahr verarbeitet Tosam rund 100’000 Postdokumente und weitere 200’000 Kreditorenbelege. Damit steigt die Stiftung in ein Geschäftsfeld ein, das für Verwaltungen, Behörden, soziale Institutionen und Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnt.
«Mit dem Scancenter erweitern wir unser Angebot in ein Arbeitsfeld mit Zukunft», sagt Marcel De Tomasi, Geschäftsleiter der Tosam Stiftung. «Unsere Kunden erhalten verlässliche Dokumentenprozesse. Gleichzeitig entstehen Arbeitsplätze, die Struktur, Verantwortung und Entwicklung ermöglichen.»
Interessant ist das Scancenter für Organisationen, bei denen täglich viele Dokumente anfallen. Tosam übernimmt die wiederkehrende Verarbeitung von Post, Rechnungen und Belegen. Dadurch werden Fachpersonen entlastet, Informationen schneller digital verfügbar gemacht und administrative Abläufe effizienter gestaltet. Der Bereich soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden.
Für die Tosam-Stiftung ist das Scancenter mehr als ein neues Dienstleistungsangebot. Es ergänzt die bestehenden Arbeitsfelder um Aufgaben in einem digitalen Büroumfeld und schafft damit zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten für Menschen im zweiten Arbeitsmarkt.
Per Ende 2025 nutzten 256 Personen einen Tagesstrukturplatz bei Tosam. 64 Mitarbeiter waren im ersten Arbeitsmarkt angestellt. Mit «Arbeit für Alle» schliesst die Stiftung zudem eine Lücke, die in der Region einzigartig ist: Sie ermöglicht begleitete Arbeits- und Ausbildungsplätze für Menschen, die arbeiten möchten, aber noch keine Kostengutsprache für einen Platz im zweiten Arbeitsmarkt der öffentlichen Hand haben.