Ostschweiz

St.Gallen gehört zu den Gründungs-Champions

St.Gallen gehört zu den Gründungs-Champions
IFJ-Co-Geschäftsführer Simon May
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Die Schweiz erlebt einen neuen Gründungsboom: Im ersten Halbjahr 2026 wurden 28'538 neue Unternehmen ins Handelsregister eingetragen. Besonders dynamisch entwickelte sich der Kanton St.Gallen mit einem Plus von 10,6 Prozent. Auch Appenzell Ausserrhoden legte deutlich zu, während der Thurgau und Appenzell Innerrhoden Rückgänge verzeichneten.

Text: stz.

Der Unternehmergeist in der Schweiz ist ungebrochen. Zwischen Anfang Januar und Ende Juni 2026 wurden 28'538 neue Firmen gegründet. Das sind 2,6 Prozent mehr als in der gleichen Periode des Vorjahres und so viele wie noch nie in einem ersten Halbjahr. Dies zeigt die aktuelle nationale Analyse des IFJ Institut für Jungunternehmen in St.Gallen.

Im Durchschnitt entstanden damit täglich 157 neue Unternehmen. Die Zahl liegt zugleich 13,5 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen zehn ersten Halbjahre. Sollte die Dynamik anhalten, könnte 2026 zu einem weiteren Rekordjahr für den Schweizer Gründungsstandort werden.

St.Gallen legt deutlich zu

Überdurchschnittlich stark entwickelt sich der Kanton St.Gallen. Die Zahl der Firmengründungen stieg gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 10,6 Prozent. Einen noch grösseren Zuwachs verzeichneten nur der Jura mit 21,7 Prozent und das Tessin mit 14,2 Prozent.

Auch Appenzell Ausserrhoden legte mit 9,0 Prozent kräftig zu. Deutlich weniger neue Firmen wurden hingegen im Thurgau mit einem Minus von 12,1 Prozent und in Appenzell Innerrhoden mit einem Minus von 32,1 Prozent gegründet. Bei kleinen Kantonen können bereits wenige zusätzliche oder ausbleibende Gründungen allerdings grosse prozentuale Ausschläge auslösen. Die Ostschweiz als gesamte Grossregion erreichte ein Wachstum von 2,6 Prozent.

Bei der Gründungsdichte liegt der Kanton St.Gallen mit 28,9 neuen Firmen pro 10'000 Einwohner im schweizerischen Mittelfeld. Unangefochtener Spitzenreiter ist Zug mit 132,1 Gründungen, gefolgt von Schwyz mit 49,3 und Genf mit 42,1 Gründungen pro 10'000 Einwohner. Absolut führt Zürich die Rangliste mit 5206 neuen Firmen vor der Waadt mit 2665 und Bern mit 2351 Neugründungen an.

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GmbH bleibt die beliebteste Rechtsform

Mit einem Anteil von 41,6 Prozent ist die GmbH weiterhin die meistgewählte Rechtsform. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Zahl der neu gegründeten GmbH um 6,7 Prozent zu. Aktiengesellschaften legten um 1,3 Prozent zu, während Einzelfirmen ein Minus von 1,4 Prozent verzeichneten.

Am meisten gegründet wurde in der Beratung mit 2947 neuen Firmen. Es folgen das Immobilienwesen mit 2600, das Handwerk mit 2538, Architektur und Ingenieurwesen mit 2503 sowie Dienstleistungen für Unternehmen und Privatkunden mit 2321 Neugründungen.

Für IFJ-Co-Geschäftsführer Simon May sind die Zahlen ein starkes Signal für den Wirtschaftsstandort. Die Analyse zeige, dass Unternehmergeist nicht allein von der Grösse eines Kantons abhänge. Neue Firmen schafften Arbeitsplätze, regionale Wertschöpfung und wirtschaftliche Vielfalt.

Das IFJ Institut für Jungunternehmen begleitet seit 1989 Firmengründer auf dem Weg in die Selbständigkeit. Das Unternehmen mit Hauptsitz in St.Gallen hat nach eigenen Angaben bisher mehr als 200'000 Gründer unterstützt.

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