APPKB wächst trotz Margendruck
Text: stz.
Die Appenzeller Kantonalbank hat das erste Halbjahr 2026 mit einem soliden Ergebnis abgeschlossen. Die Bilanzsumme erhöhte sich seit Ende 2025 um 3,6 Prozent auf 4,847 Milliarden Franken. Gleichzeitig wuchsen die Kundenausleihungen um 2,7 Prozent auf 3,985 Milliarden. Davon entfielen 3,819 Milliarden auf Hypothekarforderungen, die um 2,8 Prozent zunahmen.
Nach Angaben der Bank widerspiegelt das Wachstum die anhaltend hohe Nachfrage von Privatkunden und Unternehmen nach Finanzierungen im Appenzellerland. Auch die Kundengelder entwickelten sich positiv: Sie stiegen um 133 Millionen Franken oder 3,6 Prozent auf 3,814 Milliarden. Ausleihungen und Einlagen seien damit ausgewogen gewachsen.
Anlagegeschäft gewinnt an Gewicht
Das anspruchsvolle Zinsumfeld hinterliess allerdings Spuren. Der Bruttoerfolg aus dem Zinsengeschäft sank gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 4,2 Prozent auf knapp 20 Millionen Franken. Das Wachstum bei den Ausleihungen konnte den Druck auf die Margen teilweise ausgleichen.
Deutlich an Bedeutung gewann dagegen das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Der Ertrag erhöhte sich um 26,2 Prozent auf 5,34 Millionen. Besonders stark entwickelte sich das Wertschriften- und Anlagegeschäft: Der entsprechende Kommissionsertrag nahm um 42,9 Prozent auf 3,81 Millionen zu. Auch das Handelsgeschäft legte um knapp 20 Prozent zu.
Insgesamt blieb der Betriebsertrag mit 26,76 Millionen Franken praktisch auf Vorjahresniveau. Der Geschäftsaufwand verringerte sich leicht um 0,7 Prozent auf 13,53 Millionen. Während der Personalaufwand um 9,2 Prozent stieg, sank der Sachaufwand um 9,4 Prozent.
Bank investiert in Personal und Digitalisierung
Unter dem Strich erzielte die Appenzeller Kantonalbank einen Geschäftserfolg von 12,29 Millionen Franken. Das sind 3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Halbjahresgewinn sank um 3,9 Prozent auf 9,8 Millionen.
Den aus dem Wachstum erzielten Mehrertrag investiert die Bank nach eigenen Angaben gezielt in die Digitalisierung, die IT-Sicherheit und die Erfüllung zunehmender regulatorischer Anforderungen. Zudem werden die personellen Ressourcen ausgebaut, um trotz steigender Kundennachfrage eine hohe Dienstleistungsqualität sicherzustellen.
Auch die Kapitalbasis wurde weiter gestärkt. Das Eigenkapital erreichte per Ende Juni rund 402 Millionen Franken. Direktor Ueli Manser sieht darin die Grundlage, langfristig zu planen und in die Weiterentwicklung der Bank zu investieren.
Die Appenzeller Kantonalbank beschäftigt rund 130 Mitarbeiter und ist die führende Bank im Kanton Appenzell Innerrhoden. Als Universalbank bietet sie Dienstleistungen für Privatkunden und Unternehmen an und ist seit mehr als 125 Jahren im Markt tätig.