Sonnegrund und Solino wollen fusionieren
Text: pd/stz.
Mehr ältere Menschen, anspruchsvollere Pflege und fehlende Fachkräfte: Die beiden Seniorenzentren wollen diese Herausforderungen künftig unter einer gemeinsamen Trägerschaft angehen. Dazu soll Kirchberg dem bestehenden Zweckverband Solino beitreten und den Betrieb des Sonnegrunds einbringen. Bei Zustimmung aller sechs Verbandsgemeinden startet die gemeinsame Organisation am 1. Januar 2028.
«Gemeinsam mit dem Solino können wir auch in Zukunft eine gute und verlässliche Pflege nahe bei den Menschen und ihren Familien anbieten», sagt Pascal Nägeli, Präsident der Betriebskommission des Sonnegrunds. Geplant sind unter anderem zusätzliche Tages- und Übergangsaufenthalte, die auch pflegende Angehörige entlasten sollen.
Die Zusammenarbeit läuft bereits seit 2025
Im Oktober 2026 führten beide Häuser ein gemeinsam ausgewähltes System für die Pflegedokumentation ein. Der Zusammenschluss soll weitere Vorteile ermöglichen: einen gemeinsamen Springerpool, abgestimmte Abläufe in Informatik und Personalwesen sowie die Bündelung von Fachwissen.
Für die Mitarbeiter ergeben sich zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten und bessere Stellvertretungen. Ein Stellenabbau ist nicht vorgesehen. Beide Häuser behalten ihre Namen und Standorte. Für die Bewohner bleiben Alltag und Ansprechpartner unverändert.
Der neuen Zweckverbandsvereinbarung haben die Gemeinderäte von Bütschwil-Ganterschwil, Lichtensteig, Lütisburg, Mosnang, Wattwil und Kirchberg zugestimmt. Auch der Verwaltungsrat und die Delegierten des Solino stehen dahinter.
Die Personal- und Betriebskosten sollen vollständig durch die Einnahmen gedeckt werden. Dennoch braucht der Beitritt Kirchbergs die Zustimmung der Stimmberechtigten sämtlicher Verbandsgemeinden.