Rivale setzt Sportradar unter Kartelldruck
Text: stz.
Altenar Technologies aus Malta hat nach eigenen Angaben Beschwerden bei der EU-Kommission und der britischen Wettbewerbsbehörde CMA eingereicht. Wie Reuters am 14. Oktober berichtet, wirft der Anbieter von Sportwetten-Software Sportradar vor, Konkurrenten den Zugang zu offiziellen Live-Sportdaten zu versperren. Altenar fordert ein Eingreifen der Behörden.
Die EU-Kommission bestätigt, Marktinformationen erhalten zu haben und diese zu prüfen. Ob eine formelle Wettbewerbsbeschwerde vorliegt, ist laut einem Folgebericht des Branchenmediums SBC News vom 15. Oktober unklar. Bei der britischen CMA sei eine Beschwerde eingegangen, eine Untersuchung aber noch nicht eröffnet worden.
Sportradar hält dagegen: Die jüngsten Schritte seien unnötig und dienten dazu, in bestehenden Geschäftsstreitigkeiten zusätzlichen Druck aufzubauen. Das Unternehmen betont, die Wettbewerbsregeln und weiteren Gesetze in seinen Märkten einzuhalten.
Im Zentrum stehen exklusive Datenrechte, die Sportradar unter anderem mit grossen Sportligen vereinbart hat. Altenar sieht dadurch den Wettbewerb zwischen Anbietern von Wetttechnologie behindert. Ein behördlich festgestellter Verstoss liegt mit den Beschwerden nicht vor.