Raiffeisen baut bis zu 200 Arbeitsplätze ab
05.04.2019

Raiffeisen baut bis zu 200 Arbeitsplätze ab

Bis 2020 will die drittgrösste Bankengruppe der Schweiz an die 100 Millionen Franken einsparen. Ebenfalls wurde bekannt, dass der Raiffeisen-Verwaltungsrat 2018 knapp sechs Prozent mehr Entschädigung bezogen hat als im Vorjahr.

Beim geplanten Stellenabbau könne ein substanzieller Teil durch natürliche Fluktuation und Frühpensionierungen erreicht werden, berichtet SRF. Nach der Erneuerung des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung sei es nun an der Zeit, die Organisation zu optimieren.

Konkret wird eine neue Organisationsstruktur mit verschiedenen neuen Departementen geschaffen. Zwei dieser neuen Departemente erbringen ausschliesslich Dienstleistungen «für die Bedürfnisse der Raiffeisenbanken» und für jene Kunden, die direkt von der Zentrale betreut werden. Die Neuorganisation soll per 1. Juli in Kraft treten, so SRF weiter.

Wie ebenfalls bekannt wurde, hat der Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz im Jahr 2018 eine Gesamtentschädigung von 2.71 Millionen Franken bezogen. Das sind 5.7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die drittgrösste Schweizer Bank begründet die Erhöhung unter anderem mit der hohen Frequenz an Verwaltungsrats- und Ausschusssitzungen sowie dem «intensiven Gremienaustausch».

Auch die regulatorischen Vorgaben und strukturellen Veränderungen hätten die Gesamtsumme der Vergütungen steigen lassen, berichtet SRF. Die Affäre Vincenz hatte sowohl im Verwaltungsrat als auch in der Geschäftsleitung der Bank im vergangenen Jahr zu einem grundlegenden Umbau, Rücktritten und Neuwahlen geführt.

Am meisten verdiente mit 408'108 Franken der derzeitige Vizepräsident Pascal Gantenbein. Er agierte letztes Jahr zeitweise als Verwaltungsratspräsident ad interim. Der seit November amtierende Verwaltungsratspräsident Guy Lachappelle bezog rund 82'000 Franken. Sein Vorgänger Johannes Rüegg-Stürm kam 2017 auf eine Entschädigung von knapp 582'000 Franken, weiss SRF.