Open Cosmos nutzt Liechtensteiner Frequenzen
Text: stz.
Wie Open Cosmos am 14. September mitteilt, beteiligen sich unter anderem Lightrock, ETF Partners, das Institut Català de Finances, Entrepreneurs First und zwei internationale Pensionsfonds an der Finanzierungsrunde. Das Kapital soll die Serienfertigung von Satelliten und den Ausbau der eigenen Weltrauminfrastruktur beschleunigen.
Liechtenstein übernimmt dabei eine wichtige Rolle: Das Fürstentum verfügt über international angemeldete Satellitenfrequenzen, deren Nutzung den Aufbau eines Kommunikationsnetzes in niedriger Erdumlaufbahn ermöglicht. Die vom Amt für Kommunikation veröffentlichte Entscheidung sieht eine vorläufige, an Bedingungen geknüpfte Zuteilung an die Mountain Ridge AG vor. Zugleich wurde die vertragliche Übertragung der Nutzungsrechte an ConnectedCosmos Europe und Open Cosmos Europe genehmigt. Die Unternehmen müssen die damit verbundenen Auflagen erfüllen.
Die ersten beiden Satelliten des neuen Kommunikationsnetzes sind bereits im All
Am 22. Januar 2026 brachte eine Electron-Rakete von Rocket Lab die Flugkörper von Neuseeland aus in eine Umlaufbahn auf 1050 Kilometern Höhe. Der erfolgreiche Start markierte einen ersten Umsetzungsschritt für das geplante Netz.
Mit der neuen Finanzierung will Open Cosmos Satellitenkommunikation, Erdbeobachtung und KI-gestützte Datenauswertung enger verbinden. Regierungen und Unternehmen sollen Informationen schneller erhalten und auch dort kommunizieren können, wo terrestrische Netze fehlen oder ausfallen. Die nächste Generation der Erdbeobachtungssatelliten soll die Bereitstellung ausgewerteter Informationen von bisher bis zu 48 Stunden auf im besten Fall 30 Minuten verkürzen.
Open Cosmos beschäftigt nach eigenen Angaben knapp 400 Mitarbeiter in Grossbritannien, Spanien, Portugal und Griechenland. Das Unternehmen berichtet von fünf aufeinanderfolgenden Jahren profitablen Wachstums. Mit dem zusätzlichen Kapital sollen auch die Teams für Entwicklung, Fertigung und Software wachsen.