Migros Ostschweiz steht vor historischem Umbau
Text: stz.
Die Verwaltungen sämtlicher Regionalgenossenschaften und des Migros-Genossenschafts-Bundes unterstützen den Zusammenschluss einstimmig. Eine gemeinsame Gruppengenossenschaft soll Doppelspurigkeiten abbauen, Entscheidungen beschleunigen und Investitionen vereinfachen. Das schweizweite Supermarktgeschäft würde künftig aus einer Hand geführt.
Der Umbau betrifft vor allem Verwaltung und Management. Für die regionalen Genossenschaften sichert Migros zu, bis mindestens Mitte 2028 auf organisationsbedingte Entlassungen zu verzichten. Welche Aufgaben künftig in Gossau angesiedelt sein werden, geht aus der Ankündigung noch nicht hervor.
Regionale Produkte sollen im Sortiment bleiben, laufende Projekte weitergeführt werden. Sechs Regionalräte sollen künftig die Anliegen der Regionen vertreten und die Delegierten wählen.
Auch an der Konzernspitze steht ein Wechsel bevor: Migros-Chef Mario Irminger und Supermarkt-CEO Peter Diethelm geben ihre Funktionen auf den Zeitpunkt der Urabstimmung hin ab. Diethelm, früherer Geschäftsleiter der Migros Ostschweiz, soll die Transformation anschliessend bis Ende 2028 unterstützend begleiten.