Thurgau

Mettler spricht am Forum christlicher Führungskräfte

Mettler spricht am Forum christlicher Führungskräfte
Marcel Mettler
Lesezeit: 3 Minuten

Marcel Mettler aus Kefikon, Geschäftsführer des Netzwerks Christliche Institutionen der Sozialen Arbeit in der Deutschschweiz, referiert am 11. September am Forum christlicher Führungskräfte in Winterthur. Im Zentrum steht die Frage, was Führungspersonen aus dem Leistungssport und aus sozialen Institutionen über den Umgang mit Scheitern lernen können.

Text: pd/stz.

Marcel Mettler kennt Führung aus unterschiedlichen Perspektiven. Der 63-Jährige war Verkaufsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung bei Hertz Schweiz, bevor er vor mehr als 30 Jahren aus der Tourismusbranche in den Dritten Sektor wechselte. Seither prägt er verschiedene soziale Institutionen mit, als Gründer, Leiter, Präsident und Netzwerker.

Der in Kefikon wohnhafte Mettler engagiert sich unter anderem als Präsident des Blauen Kreuzes Schweiz. Vor einem Jahr übernahm er den Vorsitz im Zentralvorstand. In dieser Funktion fördert er die Zusammenarbeit verschiedener Mitgliedsorganisationen auf regionaler und nationaler Ebene und unterstützt den Geschäftsführer des Blauen Kreuzes Schweiz, Marc Peterhans. Im Umfeld des Weltdrogentags vom 26. Juni rückt damit auch der Einsatz gegen die oft verharmloste Droge Alkohol in den Fokus.

Der berufliche Wechsel in den sozialen Bereich erfolgte 1990 aus einer persönlichen Überzeugung heraus. «Meine Frau Ursi und ich hatten zusammen mit Freunden die Vision, Gottes Liebe ganz praktisch zu Menschen in Not zu bringen», sagt Mettler. Aus dieser Vision entstand die Quellenhof-Stiftung in Winterthur. Sie widmet sich der Rehabilitation psychisch beeinträchtigter und abhängigkeitserkrankter Personen.

Die Stiftung begann vor über 30 Jahren mit lediglich drei Mitarbeitern. «Wir haben als Familie im ersten Therapiehaus gewohnt», erinnert sich der Thurgauer. Während 28 Jahren war er Gesamtleiter der Quellenhof-Stiftung und baute sie über fast drei Jahrzehnte hinweg mit auf.

Nach der Stabübergabe begann 2018 ein neues Kapitel. Mettler übernahm die Geschäftsleitung von CISA, dem Netzwerk Christliche Institutionen der Sozialen Arbeit in der Deutschschweiz. CISA fördert mehr als 70 Institutionen, darunter auch die Heilsarmee. Zu Mettlers Aufgaben gehören die Akquisition neuer Institutionen, das Coaching von Mitgliedsorganisationen, die Vertretung des Netzwerks nach aussen sowie die Organisation von Tagungen für Leitungspersonen.

Am Forum christlicher Führungskräfte wird Marcel Mettler gemeinsam mit Daniel Hornecker zum Thema «Liebe das Scheitern!» sprechen. Hornecker leitet die Stiftung «Empowering Lives» sozial, die sich mit Mentalcoachings für Sportler einsetzt. Mettler hat die Stiftung 2013 gemeinsam mit Hornecker gegründet und ist deren Präsident. Am Forum zeigen die beiden auf, was Führungspersonen vom Alltag im Leistungssport lernen können, insbesondere im Umgang mit Druck, Rückschlägen, Verantwortung und persönlicher Entwicklung.

Mettler versteht sein Engagement als praktischen Ausdruck seines Glaubens. «Für mich ist Sozialdiakonie ein wichtiger Ausdruck meines christlichen Glaubens», sagt er. Ihn begeistere es, «Hand und Fuss zu sein von Gottes Liebe». Soziale Institutionen zu unterstützen, ist für ihn deshalb nicht nur eine berufliche Aufgabe, sondern eine Haltung.

Das Forum christlicher Führungskräfte 2026 wird vom nationalen, überkonfessionellen, branchen- und parteiübergreifenden Verein Forum christlicher Führungskräfte organisiert. Co-Präsidenten des Vereins sind Markus Baumgartner und Joel Blunier. Ziel ist es, Verantwortungsträgern und Führungskräften aus unterschiedlichen Bereichen Inspiration, Hoffnung und praxisnahe Lösungsansätze zu vermitteln.

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