St.Gallen

Mehr Zusammenwirken für mehr Strahlkraft

Mehr Zusammenwirken für mehr Strahlkraft
Das Leitungsgremium David Ganz, Maria Pappa, Michael Götte und Daniel Büchel sowie Geschäftsleiterin Leila Hauri (2.v.l.). Bild: Marcello Engi
Lesezeit: 4 Minuten

Anlässlich ihres über zehnjährigen Bestehens nutzte die Regio Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee das vergangene Jahr, um ihre Strategie auf veränderte Rahmenbedingungen auszurichten. Die Vision beschreibt das Zukunftsbild für die Region, Ziele und Strategien geben die Richtung vor, wie die Regio wirkungsvolle Beiträge zur regionalen Entwicklung leisten will.

Anlässlich der Gründung der Regio wurden 2011 in einem «Porträt und Zukunftsbild» Schwerpunkte und Strategiefelder definiert und als Grundlage für die Tätigkeitsfelder der Regio verabschiedet. Nicht nur die Regio und die Akteurslandschaft haben sich in den letzten zehn Jahren gewandelt. Auch gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen haben sich verändert und neue Herausforderungen werden in den nächsten Jahren auf uns zukommen.

Aus diesem Grunde war es angezeigt, die bisherige Regio-Strategie zu überprüfen. «Denn nur wenn wir diesen Entwicklungen Rechnung tragen und uns vorausschauend auf sich verändernde Gegebenheiten einlassen, kann die Regio wirkungsvoll zu einer zukunftsfähigen Entwicklung der Region beitragen», erläutert Leila Hauri, Geschäftsleiterin der Regio. Im Rahmen der Mitgliederversammlung am 25. November 2021 wurde die erneuerte Strategie lanciert. 

Im partizipativen Prozess zu einer gemeinsamen Vision

Nach dem Entscheid für eine Strategieüberprüfung und -erneuerung startete im Frühling 2021 ein partizipativer Prozess: Relevante Akteure aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft wurden schrittweise miteinbezogen. So konnte die Regio nicht nur ihr bereits dicht geflochtenes Netzwerk und die Zusammenarbeitskultur stärken, sondern auch Bedürfnisse und Ansprüche dieser wichtigen Schlüsselakteure frühzeitig und über den gesamten Prozess hinweg einbinden. «Die Regio ist eine Netzwerkorganisation. Zusammenarbeit ist Teil unserer DNA. Durch den Strategieprozess konnten wir dieses Bewusstsein stärken», führt Leila Hauri aus.

Eine neue Vision für die Region resultierte; Michael Götte, Präsident Regio, fasst deren wichtigste Elemente zusammen: «Unsere Region lebt von kurzen Wegen. Menschen, Institutionen und Unternehmen legen Wert auf ein pragmatisches Miteinander. Lebensqualität und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sind hoch und die Region entwickelt sich entlang der vielfältigen Bedürfnisse und Lebensentwürfe der Menschen, die hier leben und arbeiten. Wir bündeln unsere Kräfte und gestalten eine nachhaltige Zukunft. Wir zeigen uns selbstbewusst!»

Drei Handlungsfelder geben die Richtung vor

Im Zentrum des Zukunftsbilds der Regio stehen neu drei Handlungsfelder, entlang derer die REGIO künftige Vorhaben und Kooperationen angeht:
- Regionale Einzigartigkeit stärken
- Erfolgreiches Zusammenwirken fördern
- Wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen mitgestalten

Diese drei Handlungsfelder kristallisierten sich im Laufe des partizipativen Prozesses als Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit den Stärken, Schwächen und Potenzialen der Region wie auch der REGIO als Organisation heraus. Die erneuerte Strategie macht nicht alles neu, setzt aber andere Akzente: «Wir rücken das Zusammenwirken und Zusammenarbeiten noch viel stärker in den Vordergrund. Gleichzeitig richten wir unsere strategischen Ziele nicht mehr an räumlichen Kriterien aus, sondern an Handlungsfeldern, die für die erfolgreiche Entwicklung der Region zentral sind und wo wir als Regio relevante Beiträge leisten können», erläutert Leila Hauri.

In den Themenbereichen Lebensqualität, Sichtbarkeit, Tourismus, Dialog, Partnerschaften, Synergien, Neue Arbeitswelten, Wissens- und Praxistransfer sowie Raum und Mobilität möchte die Regio sich künftig verstärkt einbringen, um nachhaltigen Mehrwert für die Region zu schaffen – gemeinsam mit ihren Mitgliedsgemeinden und Mitgliedsorganisationen sowie Schlüsselpartnern.

Austausch zwischen Politik und Wirtschaft stärken und gemeinsame Ziele in den Fokus nehmen

Die Regio ist über den Ausschuss Wirtschaft auch eng mit der Wirtschaft und deren Interessensverbänden vernetzt. Daher ist der abgeschlossene Strategieprozess auch für David Ganz, Mitglied des Regio-Leitungsgremiums und Präsident Ausschuss Wirtschaft, wertvoll:

«Der enge Austausch zwischen Wirtschaft und Politik ist in der erneuerten Strategie stärker und noch präziser abgebildet. Das begrüssen wir sehr, denn es ist zentral, dass wir uns gemeinsam für möglichst ideale Rahmenbedingungen einsetzen. Attraktive Arbeitsplätze alleine reichen beispielsweise nicht aus, um als Region junge Talente und Fachkräfte anzuziehen und zu halten. Auch Freizeit- und Wohnangebote bis hin zu einem familienfreundlichen Umfeld sind mitentscheidend. Letztlich ist es ein Mix von zahlreichen Faktoren, der stimmen muss.»

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Mitgliederversammlung als Startschuss für die erneuerte Strategie

Das partizipativ erarbeitete Zukunftsbild wurde am vergangenen Donnerstag, 25. November, an der Mitgliederversammlung der Regio im Kreis zahlreicher Beteiligter offiziell lanciert. Damit ist ein wichtiger Meilenstein erreicht und der Startschuss erfolgt, den Worten nun Taten folgen zu lassen.

Konkret zeichnet sich der Fokus auf das verstärkte Zusammenwirken bereits ab: strategische Partnerschaften, vor allem mit den Mitgliedsorganisationen der Regio (SGBT, Olma, OST, Uni St.Gallen), aber auch mit weiteren Schlüsselakteuren werden gezielt geprüft und vertieft, um die Wirkung der Regionalentwicklung zu skalieren. Auch auf Projektebene sind neue Ideen am Entstehen.

Für Michael Götte, Präsident der Regio , zeigt sich nach dem Strategieprozess umso mehr: «Wir sind über Gemeinde- und Kantonsgrenzen hinweg aktiv und vernetzen Politik und Wirtschaft. Das ist eine Errungenschaft, die wir unbedingt weiter pflegen und nutzen wollen. Die erneuerte Strategie gibt uns den Orientierungsrahmen für unser gemeinsames Wirken vor. Nun liegt es an uns allen, aus Absichten Tatsachen werden zu lassen.»

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