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Appenzeller Fintech schafft es in die Schweizer Startup-Nationalmannschaft

Appenzeller Fintech schafft es in die Schweizer Startup-Nationalmannschaft
Die beiden Raiis-Co-Founder Rayan Ayari (CEO) und Doga Alkan (Head of Quant)
Lesezeit: 3 Minuten

Die Raiis GmbH aus Appenzell gehört zu den zehn Schweizer Fintech-Startups, die für die Venture Leaders Fintech Roadshow 2026 in London ausgewählt wurden. Das Programm bringt vielversprechende Jungunternehmen mit Investoren, Experten und potenziellen Kunden in einem der wichtigsten europäischen Finanzzentren zusammen.

Text: pd/stz.

Eine Jury aus Investoren und Branchenexperten hat zehn innovative Schweizer Fintech-Startups für die Schweizer Startup-Nationalmannschaft ausgewählt. Mit dabei ist auch ein Unternehmen aus Appenzell: Raiis bietet eine integrierbare Berechnungsplattform für Portfoliokonstruktion, Rebalancing, Attribution, Risikomanagement und Reporting.

Die ausgewählten Unternehmen nehmen am Venture-Leaders-Fintech-Programm teil. Es bietet ihnen die Möglichkeit, ihr Netzwerk und ihr Geschäftswissen während einer Roadshow in London im Oktober auszubauen. Das Programm zur Förderung des internationalen Wachstums wird von Venturelab in Partnerschaft mit Swissnex organisiert und von EPFL, ETH Zürich, PostFinance, Swiss Champions Fund, Walder Wyss und dem Kanton Zürich unterstützt.

Seit 2006 wählt Venturelab die Schweizer Startup-Nationalmannschaft aus. Im Rahmen der Venture-Leaders-Roadshows vernetzen sich Unternehmer mit führenden Experten, Investoren und potenziellen Kunden in den wichtigsten Technologiezentren der Welt, darunter Silicon Valley, Boston, Asien, Barcelona, München und London.

Zugang zu einem starken Finanzplatz

Die zehn ausgewählten Fintech-Startups reisen vom 26. bis 30. Oktober nach London. Dort erhalten sie Zugang zu einer der einflussreichsten Investorengemeinschaften Europas. Für die Unternehmen ist die Roadshow eine Gelegenheit, internationale Kontakte aufzubauen, ihre Geschäftsmodelle zu schärfen und potenzielle Partner sowie Kunden kennenzulernen.

Das Venture-Leaders-Programm unterstreicht zugleich die starke Präsenz der Schweiz in der globalen Fintech-Startup-Szene. Die diesjährigen Start-ups stehen für Themen wie KI-gestützte Finanzdienstleistungen, Betrugsprävention, digitale Zahlungslösungen, Insurtech, Blockchain-Anwendungen, Vermögensverwaltung und naturbasierte Finanzierungsmodelle.

«Die Venture-Leaders-Fintech-Startups erzielen beeindruckende Ergebnisse, und die London-Roadshow wird sie einem internationalen Publikum präsentieren», sagt Stefan Steiner, Co-Managing Director bei Venturelab.

Auch frühere Teilnehmer betonen den Wert des Programms. «Mit dem Venture-Leaders-Programm konnten wir innerhalb einer Woche voller Veranstaltungen, Pitch-Sessions und Networking den britischen Markt und seine Investoren kennenlernen. Die Kontakte, die wir sowohl innerhalb des Venture-Leaders-Teams als auch im britischen Ökosystem geknüpft haben, werden für unsere weitere Entwicklung von grossem Wert sein», sagt Patrick Schär, CEO und Gründer von Selma Finance sowie Venture Leader Fintech 2025.

Prematic  

Appenzell auf der Fintech-Landkarte

Dass mit Raiis auch ein Startup aus Appenzell in die Auswahl aufgenommen wurde, ist ein bemerkenswertes Signal für die Ostschweizer Innovationslandschaft. Das Unternehmen entwickelt eine Plattform, die Finanzdienstleistern und Vermögensverwaltern Berechnungen rund um Portfolios, Rebalancing, Attribution, Risikomanagement und Reporting erleichtert.

Damit positioniert sich Raiis in einem anspruchsvollen Marktumfeld, in dem Effizienz, Datenqualität, Automatisierung und regulatorische Anforderungen eine immer grössere Rolle spielen. Die Teilnahme an der London-Roadshow bietet dem Appenzeller Startup nun die Chance, seine Lösung einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren.

Zehn Startups für London

Neben Raiis aus Appenzell gehören neun weitere Unternehmen zur Venture Leaders Fintech Auswahl 2026. Delta Labs aus Zürich entwickelt KI-Software, die den Kundensupport mithilfe unternehmensspezifischen Wissens automatisiert. Schuman Financial aus Zug bringt europäische und auf Euro lautende Finanzdienstleistungen auf die Blockchain, darunter Zahlungsverkehr, Devisenhandel und Vermögensverwaltung.

ForenSwiss aus Bern kombiniert fortschrittliche KI mit Expertise zu Online-Betrugsnetzwerken, um Betrugsbekämpfung zu unterstützen. Happy Pot aus Zürich bietet einen digitalen Schweizer Geldtopf für unkomplizierte Gruppenzahlungen im Alltag. Cense aus Zug entwickelt Software, mit der Banken Kryptovermögen verifizieren und Geldwäschereirisiken steuern können.

Motif aus Zug ermöglicht Fintechs und Vermögensverwaltern personalisierte Anlageberatung und Finanzanalysen im grossen Massstab. Ellexx universe aus Zürich stärkt die Finanzkompetenz und den Vermögensaufbau von Frauen mit unabhängigen Inhalten, Coaching sowie Anlage- und Versicherungslösungen. Humbrela aus der Waadt optimiert Versicherungsportfolios über Policen, Garantien und eingebettete Versicherungen hinweg. Reilo aus Zürich macht Leistungen der Natur zu finanzierbaren Vermögenswerten und erleichtert Kleinbauern den Zugang zu Krediten.

Mattes Films  Thomas Stucki  

Starke Alumni-Basis

Die diesjährigen Venture-Leaders-Fintech-Startups schliessen sich einer namhaften Gruppe früherer Fintech-Alumni an. Dazu gehören Unternehmen wie Crypto Finance, das von der Deutschen Börse übernommen wurde, eCollect, Imburse, Qumram, Lend, Sonect, TP24 und Wyden.

Am 18. August findet zudem das Webinar «State of Fintech in Switzerland 2026» statt, bei dem das Team vorgestellt wird. Die Venture Leaders Fintech Roadshow kann vom 26. bis 30. Oktober über Social Media unter dem Hashtag #VLeadersFintech oder unter www.venture-leaders.ch/venture-leaders-fintech verfolgt werden.

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