Liechtenstein startet Cyber-Offensive für Unternehmen
Text: pd/stz.
Die Regierung hat das Konzept für das Nationale Koordinierungszentrum für Cybersicherheit Liechtenstein, kurz NCC-LI, verabschiedet. Als nächster Schritt soll bei der Europäischen Kommission die Anerkennung beantragt werden. Damit will sich Liechtenstein den Zugang zum europäischen Netzwerk der nationalen Koordinierungszentren sichern und in den Gremien des Europäischen Kompetenzzentrums für Cybersicherheit (ECCC) mitwirken.
Für Unternehmen sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen soll daraus ein konkreter Nutzen entstehen: Das NCC-LI wird über europäische Förderprogramme und Ausschreibungen informieren und bei der Ausarbeitung von Förderanträgen unterstützen. Es soll damit helfen, die Möglichkeiten der europäischen Zusammenarbeit besser auszuschöpfen.
Vorgesehen sind ausserdem Informations- und Sensibilisierungsangebote sowie Veranstaltungen rund um Cybersicherheit. Erkenntnisse aus den europäischen Netzwerken sollen so auch den Unternehmen und Institutionen im Fürstentum zugutekommen.
Organisatorisch setzt Liechtenstein auf einen Verbund bestehender Institutionen
Die Stabsstelle Cyber-Sicherheit übernimmt die federführende Koordination. Mit dabei sind die Universität Liechtenstein, das Amt für Volkswirtschaft und die Stabsstelle für Digitale Innovation. Eine zusätzliche Behörde oder neue Stellen sind für das NCC-LI nicht vorgesehen.
Die Stabsstelle Cyber-Sicherheit arbeitet bereits in verschiedenen europäischen und internationalen Gremien und Netzwerken mit. Das Koordinierungszentrum soll diese Zusammenarbeit institutionell ausbauen und die vorhandenen Verbindungen für den Standort nutzbar machen.
Zu seinen Aufgaben gehört auch der Aufbau einer nationalen Cybersicherheitsgemeinschaft. Sie soll Wirtschaft, Forschung und Verwaltung enger zusammenbringen, den Wissensaustausch fördern und die Kompetenzen im Land vernetzen.