St.Gallen

Heizplan AG zeigt in Gams, wie Energie morgen funktioniert

Heizplan AG zeigt in Gams, wie Energie morgen funktioniert
Prof. Dr. Jacques Kuhn (links) überreicht Peter Schibli den «Pionierpreis in Solarenergie 2026» und würdigt damit dessen jahrzehntelanges Engagement für erneuerbare Energien.
Lesezeit: 2 Minuten

Mit der Einweihung ihres neuen Energieparks setzt die Heizplan AG in Gams ein starkes Zeichen für die regionale Energiezukunft – und rückt gleichzeitig ihren Gründer Peter Schibli ins Rampenlicht: Ausgezeichnet mit dem «Pionierpreis in Solarenergie 2026» steht er sinnbildlich für Innovation, Kontinuität und den Wandel hin zu intelligent vernetzten Energiesystemen.

Text: Astrid Nakhostin

Am Samstag öffnete die Heizplan AG in Gams ihre Türen für die Bevölkerung. Anlass war die Einweihung des Energieparks, der durch ein neues Hallendach, einen modernen Carport sowie leistungsstarken Batteriespeichern ergänzt wurde. Besucher konnten sich vor Ort ein Bild machen – bei einem Kuchenbuffet und mit einer Hüpfburg für die jüngsten Gäste.

Auszeichnung für ein Lebenswerk

Gegründet wurde die Heizplan AG im Jahr 1983 von Peter und Heidi Schibli. Heute wird das Unternehmen in zweiter Generation von ihrem Sohn Raphael und dessen Schwester Stéphanie Schibli geführt. Firmengründer Peter Schibli ist weiterhin punktuell im Einsatz und unterstützt bei besonderen Anlässen.

Sichtlich stolz präsentierte er am Samstag seine Auszeichnung: den «Pionierpreis in Solarenergie 2026». Verliehen wurde dieser vom Schweizer Lernfestival, vertreten durch Prof. Dr. Jacques Kuhn. Gewürdigt wurden Schiblis lebenslanges Engagement in Forschung und Praxis im Bereich erneuerbarer Energien, seine Verdienste in der Weiterbildung von Mitarbeitern sowie eine erfolgreich umgesetzte Nachfolgeregelung.

Raphael Schibli, Peter Schibli, Heidi Schibli und Stéphanie Schibli (von links) beim Tag der offenen Tür der Heizplan AG in Gams.
Raphael Schibli, Peter Schibli, Heidi Schibli und Stéphanie Schibli (von links) beim Tag der offenen Tür der Heizplan AG in Gams.

Auszeichnung für ein Lebenswerk

Im Zentrum der Veranstaltung stand jedoch die neue Technik. Der Energiepark verbindet mehrere Gebäude zu einem intelligenten Gesamtsystem. «Im Prinzip haben wir alle drei Gebäude zu einer Anlage zusammengeschlossen», erklärt Raphael Schibli. Über einen virtuellen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch greifen Energiepark, Solarpark und Synergiepark gemeinsam auf einen zentralen Speicher zu.

Ein zentrales Element bildet die Photovoltaikanlage auf den Dachflächen und an den Fassaden. Insgesamt beträgt die standortübergreifend installierte Photovoltaikleistung 760,29 kWp und erzeugt jährlich rund 145 473 kWh Strom.

Ergänzt wird das System durch einen integrierten Sunwoda Oasis Energiespeicher mit einer Leistung von 200 kVA und einer Kapazität von 860kWh. Dieser ermöglicht es, überschüssige Solarenergie effizient vor Ort zu speichern und zeitversetzt zu nutzen, auch nachts. «Alle Gebäude können den Speicher laden und davon profitieren.» Genau dieses Zusammenspiel macht die Anlage besonders und war Anlass für die öffentliche Einweihung.

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Regional verankert, breit aufgestellt

Neben der Technik spielt auch die regionale Verankerung eine zentrale Rolle. Die Heizplan AG beschäftigt rund 60 Mitarbeiter und bildet Lehrlinge in verschiedenen Berufen aus, darunter Solarinstallateure, Logistiker und KV-Lehrlinge. Viele Mitarbeiter sind dem Unternehmen seit über 15 Jahren treu, was für Kontinuität und fundiertes Know-how spricht.

Inhaltlich liegt der Schwerpunkt mit rund 80 Prozent klar auf Photovoltaik. Ergänzt wird das Angebot durch Wärmepumpenlösungen sowie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Am Standort in Gams wurde zudem eine neue Schnellladestation installiert: «Hier kann mit bis zu 60 Kilowatt geladen werden und das Auto ist in etwa einer Stunde voll», erklärt Schibli.

Geografisch ist das Unternehmen überregional tätig – von der Ostschweiz über das Engadin bis in den Raum Zürich. Eine zusätzliche Filiale in Liechtenstein erweitert das Einzugsgebiet. Zu den Kunden zählen sowohl Privatpersonen als auch grössere Unternehmen und Institutionen.

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