Flugplatz Altenrhein: Strategisches Tor für die Ostschweizer Wirtschaft
Text: Fabian Alexander Meyer
Am Samstag, 29. August, wurden die Feierlichkeiten für das hundertjährige Jubiläum des Flugplatzes Altenrhein feierlich eröffnet. Tausende Besucher strömten auf den Regionalflugplatz, um gemeinsam die reichhaltige Geschichte der Ostschweizer Luftfahrt zu erleben. Massive Staus und hunderte Fussgänger zeigten auf: Das Jubiläum wird ein Erfolg auf ganzer Linie. Doch was sagen die Veranstalter?
Über die Landesgrenzen hinaus bekannnt
«Die Erwartungshaltung und die Vorfreude waren natürlich gross, aber dass die Begeisterung derart gross ist, das haben wir nicht erwartet», sagt Thomas Krutzler, Vorstandsmitglied und CEO der People's Airline, im Interview.
An den Eröffnungsfeierlichkeiten in der VIP-Loge wurden bis zu 500 Gäste aus Politik und Wirtschaft erwartet. «Darunter verschiedene Landesregierungen, Kunden und Wirtschaftspersonen», so Krutzler weiter. «Das ist ein wichtiges Zeichen für eine gute Zusammenarbeit.»
Diese breite Vertretung an politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträgern spricht eine klare Sprache: Der Flugplatz Altenrhein ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und wird rege genutzt. Er ist also nicht nur ein Fluggplatz, sondern ein Knotenpunkt.
International und trotzdem nah
In das gleiche Horn blies Regierungsrat Beat Tinner in seiner Rede. «Dass sich der Flugplatz seit hundert Jahren behaupten kann, zeigt, wie er sich immer wieder weiterentwickeln kann.» Was als Arbeitsplatz während schwieriger Zeiten begann, wurde über die Jahre hinweg zu einem grossen Umschlagplatz für Politik, Wirtschaft und Privatpersonen.
«Er liegt in einer Region, die stark nach aussen orientiert ist und viel Export sowie Handel treibt. Altenrhein ist ein Tor zur Welt und doch überschaubar und nah.»
Damit dieses Tor zur Welt auch in Zukunft seinen Betrieb aufrechterhalten und die nicht wegzudenkenden Dienstleistungen erbringen kann, setzt sich der Kanton für faire Rahmenbedingungen ein. Der Schlüssel hierbei liegt im Dialog mit allen Beteiligten. «Dass der Flugplatz sein hundertjähriges Jubiläum feiern kann, ist der Verdienst vieler Menschen. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, wird das möglich.»
Blick in die Zukunft
Das Jubiläum ist aber gleichzeitig auch ein Tor in die Zukunft: Thomas Krutzler blickt optimistisch in die Zukunft, auch wenn die Bedrohung durch das Sparpaket des Bundes noch nicht vollständig gelöst ist: «Wir wollen weitermachen wie bisher und haben klare Rahmenbedingungen. Hier sind wir in einem konstruktiven Dialog.»
Man ist optimistisch: «Wir setzen gemeinsam mit der Politik alles daran, auf 2029 eine bessere, kostengünstigere Lösung zu finden.» Laut Krutzler läuft die Suche derzeit intensiv. Genauere Informationen gibt es noch nicht.
Anreise per ÖV empfohlen
Für den Samstag und Sonntag ist aber jetzt ohnehin das Jubiläum und der Spass im Fokus. Mit verschiedenen Flugshows, Re-Enactments und einer Menge grosser und kleiner Attraktionen auf dem Festgelände kommen Tausende Interessierte voll auf ihre Kosten und können ein grosses Stück Fluggeschichte direkt selber miterleben. Der Samstag war ausverkauft. Ob die Tickets für den Sonntag ebenfalls ausverkauft sein werden, lässt sich nur schwer beurteilen, da sich die Situation dauernd ändert. Ein Blick auf die Website schafft Klarheit.
Aufgrund des riesigen Verkehrsaufkommens ist eine Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu empfehlen. Alternativ gibt es auch den Fussweg.