FHGR-Masterarbeit schafft es ins «BestMasters»-Programm
Text: pd/stz.
Unternehmen müssen ihre Geschäftsmodelle laufend an gesellschaftliche, ökologische und wirtschaftliche Veränderungen anpassen. Einen vielversprechenden Ansatz bieten regenerative Geschäftsmodelle. Sie zielen nicht nur auf wirtschaftlichen Erfolg, sondern sollen gleichzeitig einen positiven Beitrag für Umwelt und Gesellschaft leisten.
Welche Rolle solche Modelle in Schweizer Unternehmen heute bereits spielen, hat Kristin Kreibich in ihrer Masterarbeit im Studiengang New Business an der Fachhochschule Graubünden untersucht. Ihre Arbeit wurde mit der Bestnote 6 bewertet und vom Wissenschaftsverlag Springer Gabler in das Publikationsprogramm «BestMasters» aufgenommen.
«Regenerative Geschäftsmodelle sind eine entscheidende Antwort auf die Herausforderungen heutiger Unternehmensführung. Ich freue mich über die Veröffentlichung meiner Masterarbeit, die zeigt, dass viele Schweizer Unternehmen die Grundlagen dafür bereits mitbringen – jetzt gilt es, den nächsten Schritt zu gehen», sagt Kristin Kreibich.
147 Schweizer Unternehmen befragt
Für ihre Untersuchung befragte Kreibich 147 Schweizer Unternehmen. Die Ergebnisse zeigen, dass der Begriff «regenerative Geschäftsmodelle» in der Wirtschaft noch wenig bekannt ist. Gleichzeitig sind zentrale Elemente solcher Modelle in zahlreichen Unternehmen bereits vorhanden.
Dazu zählen insbesondere eine sinnorientierte Unternehmensausrichtung, der sogenannte Purpose, sowie Ansätze eines regenerativen Work Designs. Die befragten Firmen nehmen langfristig ausgerichtete regenerative Geschäftsmodelle mehrheitlich als Chance wahr.
Bei der konkreten Umsetzung bestehen allerdings weiterhin Hürden. Als eine der grössten Herausforderungen nennen die Unternehmen fehlende Fachkenntnisse und mangelnde Expertise. Kreibichs Arbeit liefert damit nicht nur einen Beitrag zu einem noch jungen Forschungsgebiet, sondern auch eine Orientierungshilfe für Firmen, die ihre Geschäftsmodelle zukunftsfähig weiterentwickeln wollen.
Wissenschaftliche Qualität trifft Praxisbezug
Mit dem Programm «BestMasters» zeichnet Springer Gabler besonders hochwertige Masterarbeiten aus, die an renommierten Hochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz entstanden sind. Berücksichtigt werden Arbeiten, die sowohl durch ihre wissenschaftliche Qualität als auch durch ihren Praxisbezug überzeugen.
«Auszeichnungen wie diese zeigen, was möglich ist, wenn Talent und wissenschaftliche Neugier zusammenkommen. Frau Kreibich hat sich während ihrer Masterarbeit kontinuierlich weiterentwickelt und ein Ergebnis erzielt, das Veröffentlichungsniveau erreicht», sagt FHGR-Dozent Frank Bau, der die Arbeit betreut hat.
Das Masterstudium New Business der FH Graubünden vermittelt, wie Unternehmen neue Geschäftsfelder erschliessen und ihre Geschäftsmodelle an veränderte Marktbedingungen anpassen können. Die Schwerpunkte liegen auf Innovation, Internationalisierung und Transformation.
Das Studium bereitet angehende Führungskräfte darauf vor, Unternehmen strategisch weiterzuentwickeln. Es eröffnet unter anderem Perspektiven im Business Development, Product Management und Innovation Management und schafft zugleich die Voraussetzungen für ein anschliessendes Doktorat.