EKT macht über 90 Millionen Gewinn
Text: pd/stz.
Die Geschäftsfelder Netz, Netzdienstleistungen, Digital Services sowie Produktion und Gebäude entwickelten sich erfreulich und übertrafen die Erwartungen. Herausforderungen bestehen weiterhin im Energiegeschäft, insbesondere wegen der hohen Preise für Ausgleichsenergie.
Ein wichtiger Schwerpunkt blieb der Ausbau erneuerbarer Energien. Die EKT realisierte 2025 zahlreiche Photovoltaikanlagen. Neben kleineren Projekten im Thurgau wurden mehrere Grossanlagen in Betrieb genommen oder gestartet. Besonders eindrücklich ist die von der EKT finanzierte Grossanlage auf dem Aldi-Logistikzentrum in Domdidier. Sie umfasst 59'000 Quadratmeter, besteht aus 21'000 Modulen und verfügt über eine installierte Leistung von 10 Megawatt-Peak. Pro Jahr produziert sie rund 8 Gigawattstunden Strom. Damit handelt es sich um die grösste zusammenhängende Photovoltaik-Dachanlage der Schweiz.
Auch im Thurgau setzte sich der starke Zubau von Photovoltaikanlagen fort. Die Rückspeisung erreichte mit 158 Megawatt einen neuen Rekord. Dies entspricht ungefähr der Leistung von 350'000 Photovoltaikmodulen. Um die steigenden Anforderungen an Netzinfrastruktur und Strombeschaffung zu bewältigen, plant die EKT den Bau von zwei Batteriespeichern. Sie sollen 2027 in Betrieb gehen und einen Beitrag zur Netzstabilität leisten.
Die Nachfrage nach klimaneutral produzierter Wärme blieb ebenfalls hoch. In Aadorf können seit November 2025 zwei bislang autonome Fernwärmenetze bei Bedarf zusammengeschlossen werden. Möglich wurde dies durch den Bau einer Übergabestation. Dadurch entsteht zusätzliches Potenzial für neue Wärmekunden.
Auch organisatorisch entwickelte sich die EKT-Gruppe weiter
Die frühere Kierzek AG in Kreuzlingen erhielt einen neuen Markenauftritt und wurde per 1. März 2025, anlässlich ihres 50-Jahr-Jubiläums, in Negxt AG umbenannt. Mit der Integration der Edelmann Ingenieurbüro AG aus Thalheim an der Thur wurde das Unternehmen um zehn Elektroplaner verstärkt. Negxt zählt damit zu den grössten Elektroplanern der Ostschweiz.
In der EKT Energie AG übernahm Jürg Brumann per 1. Juli 2025 die Geschäftsführung von Nicolas Rohner. Durch verschiedene Massnahmen, darunter eine verbesserte Prognosegenauigkeit, zusätzliche Meteodienstleister und neue Prognosemodelle, konnten die Auswirkungen der hohen Preise für Ausgleichsenergie reduziert und der Verlust der Vorjahre verringert werden.
Ein weiterer Meilenstein war die Fertigstellung des neuen Betriebsgebäudes in Sulgen Ende 2025 nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit. Der Bezug des modernen Gebäudes mit Minergie-A-Standard erfolgte Mitte Januar 2026 planmässig. Rund 70 Arbeitsplätze wurden von Arbon nach Sulgen verlegt. Am Standort Arbon arbeiten weiterhin 14 Personen.
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An der Generalversammlung kam es zudem zu Wechseln im Verwaltungsrat
Peter Schütz trat nach 25 Jahren im Verwaltungsrat der EKT Holding AG zurück, davon zehn Jahre als Präsident. Er prägte die Entwicklung des Unternehmens über ein Vierteljahrhundert hinweg und stellte wichtige strategische Weichen. Auch Josef Gemperle, seit 2015 Mitglied des Verwaltungsrates, trat nach elf Jahren zurück.
Regierungsrat, Verwaltungsrat, Geschäftsleitung und Mitarbeiter der EKT dankten den beiden zurückgetretenen Verwaltungsräten für ihr langjähriges und engagiertes Wirken.
Zum neuen Verwaltungsratspräsidenten wurde Thomas Sigrist gewählt. Er gehört dem Gremium seit 2025 an, ist als Unternehmer im Gesundheitswesen tätig und verfügt über Führungserfahrung in verschiedenen Branchen. Während seiner langjährigen Beratungstätigkeit begleitete er Projekte für nationale und internationale Energieversorgungsunternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Für die zwei frei gewordenen Sitze wurden Mevina Feuerstein und Roland Keller in den Verwaltungsrat der EKT Holding AG gewählt. Mevina Feuerstein arbeitet in einem Ingenieurbüro in Zürich und ist auf Unternehmensentwicklung sowie Strategieberatung im Energiebereich spezialisiert. Roland Keller ist Partner eines Thurgauer Rechtsanwaltsbüros und auf Wirtschaftsrecht spezialisiert.