Deutsche Paracelsus-Kliniken setzen auf St.Galler Duftkonzept
Text: pd/stz.
In sämtlichen Paracelsus-Kliniken in Deutschland kommen die massgeschneiderten Duftlösungen von GoodAir gezielt in sensiblen und stark frequentierten Zonen zum Einsatz, darunter Eingangsbereiche, Wartezonen, Notaufnahmen sowie geriatrische Abteilungen. Bereiche, in denen Anspannung, Unsicherheit und Zeitdruck zum Alltag gehören. Statt der klinisch üblichen, eher sterilen Geruchswahrnehmung entsteht in den Paracelsus-Kliniken ein dezenter, unaufdringlicher Ersteindruck.
Der Duft verändert unterbewusst die Wahrnehmung des gesamten Umfelds. «Duft spielte im Klinikbetrieb lange eine untergeordnete Rolle», sagt Phillip Fröschle, Geschäftsführer der Paracelsus-Kliniken. «Entsprechend gross war die anfängliche Zurückhaltung. Heute sehen wir, dass gerade diese fein abgestimmte, unaufdringliche Duftlösung den Unterschied macht. Die Rückmeldungen aus den Kliniken sind durchwegs positiv.»
Messbare Effekte im Klinikalltag
Interne Befragungen vor und nach der Einführung des Duftkonzepts zeigen eine klare Veränderung in der Wahrnehmung. Der Gesamteindruck der Paracelsus-Kliniken wird besser bewertet, nicht nur hinsichtlich Atmosphäre und Raumklima, sondern auch in Bezug auf Sauberkeit, Servicequalität und Organisation. Auch auf Patientenseite zeigt sich ein positiver Effekt: Die Patienten fühlen sich insgesamt wohler und reagieren verständnisvoller auf Wartezeiten oder organisatorische Abläufe.
Gerade in Bereichen mit hoher emotionaler Dichte wirkt das Duftkonzept stabilisierend. «In Notaufnahmen oder stark frequentierten Bereichen beobachten wir eine spürbar beruhigende Grundstimmung», so Fröschle. «Das wirkt deeskalierend, auf Patienten ebenso wie auf Mitarbeiter. Besonders bemerkenswert ist die hohe Akzeptanz im Team. Wir hatten mit mehr Vorbehalten gerechnet.»
Integration statt Inszenierung
Das Duftkonzept wurde in enger Zusammenarbeit zwischen GoodAir, der Klinikleitung und dem Management der Paracelsus-Kliniken entwickelt. Ziel war kein inszenierter Effekt, sondern eine stimmige Integration in den Klinikbetrieb. Die Duftintensität ist präzise gesteuert, der Einsatz klar zoniert und jederzeit kontrollierbar. «Unser Geruchssinn ist neurobiologisch eng mit dem limbischen System verbunden.
Entsprechend beeinflussen olfaktorische Reize emotionale Zustände, Stressverarbeitung und das subjektive Sicherheitsgefühl. Alles Faktoren, die im Klinikalltag eine zentrale Rolle spielen», erklärt Marcel Hetzel, Geschäftsführer der GoodAir AG. Der gezielte Einsatz von Duft trägt dazu bei, Vertrauen zu schaffen und die Wahrnehmung von Sicherheit und Fürsorge zu unterstützen, im Einklang mit dem Anspruch der Paracelsus-Kliniken, Versorgung weiterzudenken und Patientendurchgänge möglichst angenehm zu gestalten.
Ein neuer Ansatz im deutschen Klinikbetrieb
Die Zusammenarbeit wird von beiden Seiten als nachhaltig und zielführend eingeschätzt. «Dass ein standortübergreifendes Duftkonzept im regulären Klinikbetrieb eingesetzt wird, ist in dieser Form neu für Deutschland», so Fröschle. «Wir sind kein exklusiver Privatklinikverbund, sondern Teil der medizinischen Grundversorgung. Umso wichtiger war für uns, dass der Nutzen im Alltag spürbar ist und von Mitarbeitern wie Patienten gleichermassen akzeptiert wird.»
Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass der Ansatz im klinischen Alltag funktioniert. Das Duftkonzept sei keine kurzfristige Angelegenheit, sondern ein sinnvoller Bestandteil des Kliniksettings, den die Paracelsus-Kliniken weiterverfolgen werden, so Fröschle weiter. Auch aus Sicht von GoodAir zeigt das Projekt, dass olfaktorische Konzepte im klinischen Umfeld mehr sein können als eine atmosphärische Massnahme.
«Die Zusammenarbeit mit den Paracelsus-Kliniken macht deutlich, dass sich Duft dort bewährt, wo er Teil des Versorgungsalltags wird», sagt Marcel Hetzel. «Gerade im Gesundheitswesen eröffnen sich dadurch neue Perspektiven für den Umgang mit Belastung, Wahrnehmung und Sicherheit.»
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Clevere Technologie aus der Schweiz
Das Ambienting System von GoodAir basiert auf einer zweistufigen Technologie. Zunächst wird die Raumluft von störenden Gerüchen befreit, anschliessend mit einem eigens für die Paracelsus-Kliniken entwickelten Duft angereichert. So entsteht ein gleichmässiges, kontrollierbares Duftbild, das sich unauffällig in den Klinikbetrieb integriert.
Seit über 20 Jahren begleitet die GoodAir AG Unternehmen und Institutionen aus unterschiedlichsten Branchen bei der Integration professioneller Duftkonzepte. GoodAir entwickelt, produziert und konfektioniert sämtliche Systeme in der Schweiz. Die qualitativen Duftstoffe entstehen in enger Kooperation mit Schweizer Parfümeuren.
Phillip Fröschle, wie haben Sie die Atmosphäre in Ihren Kliniken wahrgenommen, bevor Sie sich mit dem Thema Duft auseinandergesetzt haben?
«Die Atmosphäre war funktional geprägt. Gerüche spielten keine aktive Rolle, sondern wurden als Teil des Klinikalltags hingenommen. Dass sie den Gesamteindruck und die emotionale Wahrnehmung spürbar mitprägen, war uns damals noch nicht bewusst.»
Welche Veränderungen nehmen Sie seit der Einführung des Duftkonzepts im Klinikalltag wahr?
«Der erste Eindruck hat sich verändert. Bereiche wie Empfang, Wartezonen oder Notaufnahmen wirken heute ruhiger. Spannungen bauen sich schneller ab, und sowohl Patienten als auch Mitarbeiter gehen gelassener mit Wartezeiten und Belastungssituationen um.»
Welche Rückmeldungen erhalten Sie von Mitarbeitern, Patienten sowie Besuchern?
«Wir erhalten vor allem von den Mitarbeitern klares Feedback. Sie nehmen eine ruhigere Atmosphäre wahr und berichten, dass der Duft deeskalierend wirkt, insbesondere in herausfordernden Situationen und stark frequentierten Bereichen wie Wartezonen oder Notaufnahmen. Auch im Umgang mit Patienten wird eine grössere Gelassenheit beobachtet.»