St.Gallen

Dentaxis bringt Zahnmedizin zu den Menschen

Dentaxis bringt Zahnmedizin zu den Menschen
Behandlungen erfolgen in vertrauter Umgebung, effizient und würdevoll, mit denselben Standards wie in einer stationären Praxis
Lesezeit: 3 Minuten

Die Dentaxis GmbH aus Wil lanciert ein neues Versorgungsangebot für Senioren sowie Bewohner von Alters- und Pflegeheimen: vollausgestattete mobile Zahnarztpraxen fahren direkt zu Heimen und Institutionen in der Region. Ziel ist eine lokal verankerte Grundversorgung in Zusammenarbeit mit regionalen Zahnarztpraxen.

Text: PD/stz.

Die Dentaxis GmbH unter der Leitung von Simon Hauri will die zahnärztliche Betreuung in der Schweiz neu denken. «Anstatt die Menschen zur Zahnmedizin wollen wir die Zahnmedizin zu den Menschen bringen», sagt der Geschäftsführer. Damit spricht er ein Problem an, das in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat.

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Zahngesundheit in der Schweiz deutlich verbessert: Dank regelmässiger Kontrollen, moderner Behandlungsmethoden und gezielter Prävention behalten heute weit mehr Menschen ihre eigenen Zähne bis ins hohe Alter. Diese Entwicklung ist eine grosse Errungenschaft – sie bedeutet aber auch, dass die regelmässige zahnärztliche Betreuung für Senioren immer wichtiger wird. Genau hier beginnt das Problem.

Gerade ältere Menschen sowie Bewohner von Alters- und Pflegeheimen haben heute oft keinen einfachen Zugang zu zahnärztlicher Versorgung. Der Weg in die Praxis ist beschwerlich: Termine müssen zusammen mit Heim, Spitex, Angehörigen, Beiständen oder Unterstützern organisiert werden. Transporte müssen von Angehörigen oder teuren Transportdiensten übernommen und teilweise vom Pflegepersonal begleitet werden. Nicht selten muss ein Rollator in den Kofferraum eines Kleinwagens gequetscht werden, bevor am Ziel noch einige Treppenstufen überwunden werden müssen. Der Rückweg ist genauso mühsam – und das alles für einen Zahnarztbesuch, der ohnehin selten zu den Lieblingsbeschäftigungen zählt.

Doch damit endet es nicht: Die Rechnung ist der nächste Schreck. Wenn das Budget knapp ist, werden bereits kleine Eingriffe zur finanziellen Hürde. Müssen zusätzlich Transport- oder Begleitdienste bezahlt werden, sind Behandlungen oft schlicht nicht mehr möglich. So bleibt die Zahngesundheit häufig auf der Strecke – nicht aus Desinteresse, sondern weil der Aufwand im Verhältnis zum Nutzen zu gross erscheint. Dabei ist sie nicht nur entscheidend für die allgemeine Gesundheit, sondern auch für Lebensqualität und Lebensfreude. Denn mit Zahnschmerzen schmeckt der Sonntagsbraten nicht mehr, und mit Mundgeruch bleibt der Jassabend lieber vor dem Fernseher.

Auch die Zahnarztpraxen konnten – trotz Engagement und Hilfsbereitschaft – bisher wenig gegen dieses Versorgungsproblem tun. Die bestehenden Konzepte erlaubten zwar gewisse Notfallbehandlungen, eine kontinuierliche Grundversorgung war jedoch kaum sicherzustellen. Ein Behandlungsstuhl in jedem Heim wäre teuer und ineffizient, eine mobile Praxis kaum auszulasten und bislang auch technisch nicht realisierbar. Kofferkonzepte eignen sich für Notfälle, sind aber zu unergonomisch für den täglichen Einsatz und somit wirtschaftlich nicht tragfähig.

Die mobilen, vollausgestatteten Zahnarztpraxen des Startups kommen direkt zu Heimen und Institutionen in der Region. Sie ermöglichen Behandlungen in vertrauter Umgebung – effizient, würdevoll und mit denselben Standards wie in einer stationären Praxis.

Um eine lokal verankerte Grundversorgung zu gewährleisten, arbeitet Dentaxis mit regionalen Zahnarztpraxen zusammen, die mit Unterstützung des Unternehmens – von der Infrastruktur über die Organisation bis hin zur Beratung und Begleitung – diese besondere Form der zahnärztlichen Versorgung in ihrer Region aufbauen.

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