Demografie wird zur Standortfrage
Text: stz.
Die Region steht vor einer der prägenden Herausforderungen der kommenden Jahre: Die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer gehen in Pension und nehmen jahrzehntelang aufgebautes Know-how mit. Gleichzeitig müssen Unternehmen ihre Effizienz erhöhen, um dem Fachkräftemangel zu begegnen, und sich für eine kleiner werdende junge Generation von Arbeitskräften attraktiv positionieren. Auch der Sozialstaat gerät unter Druck, wenn steigende Ausgaben auf einen schrumpfenden Kreis von Steuerzahlern treffen.
Unter dem Titel «Wie bleibt die Ostschweiz attraktiv? Demografie als Standortfrage» fragt das EcoOst St.Gallen Symposium deshalb, wie sich der Wirtschaftsstandort in einer alternden Gesellschaft behaupten kann. Der Blick richtet sich dabei nicht nur auf die Ostschweiz, sondern auch auf internationale Entwicklungen: Viele Regionen in Europa, Asien und Amerika stehen vor ähnlichen Verschiebungen, reagieren aber mit unterschiedlichen Strategien und unter verschiedenen Voraussetzungen.
Der Abend beginnt mit der Begrüssung durch Beat Ulrich, CEO des St.Gallen Symposiums. Anschliessend ordnet Prof. Dr. Dominik Sachs, Professor für Makroökonomik und Finanzwissenschaft an der Universität St.Gallen, die demografische Bewährungsprobe der Schweiz und der Ostschweiz ein. Barbara Zimmermann-Gerster, Ressortleiterin Sozialpolitik beim Schweizerischen Arbeitgeberverband, spricht über die Schweiz zwischen Reformbedarf und politischer Realität.
Generationendialog ermöglichen
Im Forum «Wirtschaftsstandort Ostschweiz im demografischen Stresstest» diskutieren Angela Meier, Geschäftsführerin der Outvision GmbH, Judith Scherzinger, Chief Human Resources Officer der Bauwerk Group, und Urs Ryffel, CEO der Huber+Suhner AG.
Ergänzt wird die Diskussion durch Impulsberichte aus Deutschland, Indien und Nordamerika von Benjamin Beck, Lorenzo Ayala-Bombino und Antonia Mau, alle Mitglieder des 55. International Students’ Committee. Moderiert wird der Anlass von Stefan Schmid, Chefredaktor des St.Galler Tagblatts. Das Schlusswort hält Markus Bänziger, Direktor der IHK St.Gallen-Appenzell.
Das Symposium will einen Generationendialog ermöglichen, der heutige und künftige Entscheidungsträger zusammenbringt. Im Zentrum stehen nicht abstrakte Zukunftsszenarien, sondern konkrete Fragen für Unternehmen, Politik und Gesellschaft: Wie sichern Betriebe Wissen und Erfahrung? Wie bleiben Arbeitgeber für junge Fachkräfte interessant? Welche Rahmenbedingungen braucht ein Wirtschaftsraum, der demografisch unter Druck steht? Und welche Stärken kann die Ostschweiz in diesem Umfeld ausspielen?
Ermöglicht wird das EcoOst St.Gallen Symposium von der IHK St.Gallen-Appenzell, der IHK Thurgau, dem St.Gallen Symposium und der Universität St.Gallen. Co-Sponsoren sind das St.Galler Tagblatt und Funk.
Die Anmeldung ist bis 1. Juni online über ecoost.ch möglich. Empfohlen wird die Anreise mit den öV; Parkplätze stehen in den umliegenden Parkhäusern Bahnhof/Fachhochschule und Kreuzbleiche zur Verfügung.