Ostschweiz

Architektur als Frage der Gemeinschaft

Architektur als Frage der Gemeinschaft
«Die Gemeinschaft spricht Architektur. Anthologie zur Baukultur» ist im Juni 2026 im Triest-Verlag erschienen
Lesezeit: 2 Minuten

Das Architektur-Forum Ostschweiz hat am Freitag, 12. Juni, sein 30-jähriges Bestehen gefeiert. Teil des Jubiläums war die Vernissage des neuen Buchs «Die Gemeinschaft spricht Architektur», des dritten Bands der Reihe «Anthologie zur Baukultur».

Text: stz.

Seit drei Jahrzehnten setzt sich das Architektur-Forum Ostschweiz dafür ein, Architektur, Städtebau, Landschaftsarchitektur und Baukultur nicht nur als Fachthemen zu behandeln, sondern als öffentliche Fragen von gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Bedeutung. Zum Jubiläum hat das Forum nun ein Buch vorgelegt, das diesen Anspruch eindrücklich sichtbar macht.

«Die Gemeinschaft spricht Architektur» versammelt 32 ausgewählte Beiträge aus der Serie «Gutes Bauen Ostschweiz» der vergangenen fünf Jahre. Ergänzt werden sie durch vier Gruppeninterviews mit Vertretern aus Architektur, Politik und Vereinsleben, Bauindustrie und Forschung. Herausgegeben wurde der Band vom Architektur-Forum Ostschweiz und Elias Baumgarten, erschienen ist er im Triest-Verlag.

Die Publikation zeigt Bauprojekte, Landschaftsgestaltungen und Raumplanungen aus der Ostschweiz und darüber hinaus. Sie fragt danach, wie mit dem Vorhandenen umgegangen werden kann, wie künftige Wohnformen aussehen könnten und welche Rolle Architektur in einer Gesellschaft spielt, die zunehmend auseinanderzudriften droht. Im Zentrum stehen damit Themen, die weit über den einzelnen Bau hinausweisen: Bestandserhalt, Bauwende, nachhaltige Materialien, neue Formen des Wohnens und die Frage, wie Architektur Gemeinschaft ermöglichen kann.

Der neue Band ist zugleich Dokumentation und Diskussionsbeitrag

Die grosszügige Bilddokumentation macht die vorgestellten Bauten anschaulich, während die Texte aktuelle Fragen des Bauens reflektieren. Behandelt werden unter anderem das Reparieren, Transformieren und Weiterbauen, Architektur als Beitrag zur Gemeinschaft, neue Wohnformen sowie der Weg zu einer umweltfreundlicheren Baukultur.

Auch zahlreiche Stimmen aus der Ostschweizer und Schweizer Bauwelt kommen zu Wort. Zu den Interviewpartnern gehören unter anderem Erol Doguoglu, Kantonsbaumeister St.Gallen, Andrea Wittwer Joss, Kantonsbaumeisterin Glarus, die Unternehmerin Katharina Lehmann, Architekten wie Harry Gugger, Armando Ruinelli, Lukas Imhof und Daniel Cavelti sowie Peter Dransfeld, ehemaliger Präsident des SIA.

Das Architektur-Forum Ostschweiz wurde am 22. November 1996 als Zusammenschluss verschiedener Fachverbände gegründet. Es versteht sich als regionale Plattform für Information, Austausch und Diskussion über Architektur, Städtebau, Landschaftsarchitektur und Baukultur. Mit dem Jubiläum und der neuen Anthologie unterstreicht das Forum, dass gutes Bauen nicht nur eine Frage der Gestaltung ist, sondern auch eine Frage von Verantwortung, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichem Zusammenhalt.

Das Buch «Die Gemeinschaft spricht Architektur. Anthologie zur Baukultur» umfasst 248 Seiten mit 289 Abbildungen. Es ist im Juni 2026 im Triest-Verlag erschienen und kostet 39 Franken.

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