Angehrn soll SP Stadtratssitz abjagen
Text: stz.
Über Angehrns Nomination entscheiden die Mitte-Mitglieder am 13. November. Gewählt wird am 28. Februar 2027. Frei wird der Sitz von SP-Stadtrat Peter Jans, der Ende Juni 2027 zurücktritt.
Unter dem Motto «Schluss mit Weiter so» fordert die Mitte finanzierbare Projekte, eine vorausschauende Planung und schnellere Baubewilligungsverfahren. Auch das Verwaltungswachstum will sie hinterfragen. Der Budgetentwurf 2027 rechnet mit rund sechs Millionen Franken Defizit, gegenüber zuvor erwarteten 27 Millionen.
Patrik Angehrn führt seit 2001 das Grundbuchamt Wittenbach, sitzt seit 2015 im Stadtparlament und präsidiert seit 2019 die Mitte/EVP-Fraktion. Seit Juli 2026 leitet er zudem die Geschäftsprüfungskommission.
Die FDP-Parteileitung wirbt für eine gemeinsame bürgerliche Kandidatur. Mehrere Bewerber würden die Stimmen aufteilen und die Erfolgsaussichten schmälern, warnt sie. Über die Unterstützung Angehrns befinden abschliessend die FDP-Mitglieder. Eine Zusage der SVP ist bislang nicht bekannt. Die Freisinnigen erwarten zudem gegenseitige Unterstützung bei den Gesamterneuerungswahlen 2028.
Die SP bestimmt ihren Kandidaten am 29. Oktober aus Alexandra Akeret, Chompel Balok und Peter Olibet. Ein Sieg Angehrns würde ihre Vertretung im fünfköpfigen Stadtrat halbieren. Eine bürgerliche Mehrheit wäre damit noch nicht erreicht.