St.Gallen

160 junge Köpfe denken den ÖV neu

160 junge Köpfe denken den ÖV neu
160 Jugendliche und junge Erwachsene suchten am «eBusiness Challenge 2026» unter dem Motto «Ride the Future» nach neuen Lösungen für den öffentlicher Verkeh
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Von Bonuspunkten über freie Sitzplätze bis zu Nachtbussen mit Betten: An der «eBusiness Challenge 2026» entwickelten 160 Jugendliche am Campus St.Gallen ihre Ideen für den öffentlichen Verkehr von morgen.

Text: pd/mew

Mit Freunden spontan an ein Festival fahren, unterwegs flexibel die Route wechseln oder verschiedene Verkehrsmittel unkompliziert miteinander verbinden: Die Erwartungen an Mobilität verändern sich. Besonders junge Menschen wünschen sich Angebote, die einfach, schnell und intuitiv funktionieren. Mobilität soll sich nahtlos in ihren Alltag einfügen, bezahlbar sein und gleichzeitig Ansprüche an Sicherheit und Nachhaltigkeit erfüllen.

Diese Ausgangslage stand im Zentrum der «eBusiness Challenge 2026» an der OST – Ostschweizer Fachhochschule. Der eintägige Wettbewerb zur Förderung des Ostschweizer IT-Nachwuchses forderte die 160 Teilnehmer von Ostschweizer Gymnasien, Mittel- und Berufsschulen dazu auf, den öffentlichen Verkehr konsequent aus der Perspektive ihrer Generation zu betrachten.

In Teams untersuchten sie, welche Angebote heute fehlen, was Mobilität attraktiv und vertrauenswürdig macht und welche Rolle digitale Dienstleistungen, flexible Tarife, Nachhaltigkeit, Sicherheit und gemeinschaftliche Erlebnisse spielen.

Mobilität von Morgen

«Wer junge Menschen langfristig für den öffentlichen Verkehr gewinnen will, muss ihre Lebenswelt und ihre Erwartungen verstehen. Die eBusiness-Challenge gab ihnen die Möglichkeit, ihre eigenen Ideen einzubringen und neue Lösungen für eine zeitgemässe Mobilität zu entwickeln», sagte Michel Pfirter, Geschäftsführer des Tarifverbunds Ostwind. Ostwind unterstützte den Wettbewerb als Themensponsor.

Die Aufgabe berührte grundlegende Veränderungen im Mobilitätsbereich: Die Bedürfnisse der Reisenden werden individueller, neue Angebote kommen auf den Markt und digitale Plattformen beeinflussen, wie Reisen geplant, gebucht und bezahlt werden.

Gerade für junge Menschen zählt deshalb längst nicht mehr nur die Verbindung von A nach B. Sie vergleichen Mobilitätsangebote auch mit den digitalen Anwendungen, die sie aus anderen Lebensbereichen kennen.

Innerhalb eines Tages entwickelten die Teams ihre Ideen zu konkreten Konzepten weiter und präsentierten diese einer Jury. Dabei verbanden sie Kreativität mit Kenntnissen aus Informatik, Digitalisierung und Wirtschaft. Gefragt waren sowohl kleine, rasch umsetzbare Verbesserungen als auch mutige Ansätze, die bestehende Angebote grundsätzlich neu denken.

Personaltag 26  

Neue Ideen für den öffentlichen Verkehr

Entwickelt wurden zum Beispiel ein automatischer Preisnachlass für Stehtickets, verschiedene Formen von Bonuspunktesystemen für die ÖV-Nutzung oder die Anpassung von Schul- und

Arbeitszeiten, um Stosszeiten im öffentlichen Verkehr zu umgehen. Weiter entwarfen die Teilnehmer Konzepte für eine Übersicht der freien Sitzplätze im Zug, verschiedene Zonen in Zugwagons (z.B. Zonen für konzentriertes Arbeiten oder solche für Telefonate) oder Nachtbusse mit Betten.

«Die eBusiness Challenge zeigte, wie viel Innovationskraft im Ostschweizer Nachwuchs steckt. Die 160 Teillnehmer arbeiteten an einer realen Fragestellung und erlebten unmittelbar, wie aus einer ersten Idee ein überzeugendes Konzept entstehen kann», erklärte Sebastian Müller, wissenschaftlicher Mitarbeiter am IPM Institut für Informations- und Prozessmanagement und Projektleiter der «eBusiness Challenge».

Zum Abschluss wurden die besten Ideen ausgezeichnet. Die Mitglieder der drei Siegerteams erhielten 4-Tages-Pässe für das OpenAir St.Gallen. Die zwei besten Projekte aller 38 Gruppen präsentierten zwei Teams vom Berufsbildungszentrum Herisau. Komplettiert wurde das Podest durch ein Team der Kantonsschule am Brühl aus St.Gallen.

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