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Stadtkaserne Frauenfeld: Ein Areal im Übergang

Stadtkaserne Frauenfeld: Ein Areal im Übergang
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Seit 2025 ist das ehemalige Militärgelände für erste zivile Nutzungen geöffnet. Gleichzeitig treibt die Stadt Frauenfeld die planerische Weiterentwicklung voran. Das Areal steht damit zwischen der aktuellen Nutzung und künftiger baulicher Transformation.

Mit der Übernahme durch die Stadt wurde die Grundlage für die Neuausrichtung der Stadtkaserne Frauenfeld geschaffen. Das militärisch geprägte Areal soll schrittweise einer zivilen Nutzung zugeführt werden. Die Entwicklung erfolgt auf Basis politischer Entscheide und wird durch die Stadt gesteuert. Die bestehenden Gebäude bleiben erhalten und prägen weiterhin das Erscheinungsbild. Neue Nutzungen werden im Bestand ermöglicht und verändern das Areal schrittweise.

Öffnung und erste Belebung

Seit der Öffnung im Jahr 2025 wird die Stadtkaserne genutzt. Erste Mieter haben Flächen bezogen, das Areal ist zugänglich und belebt sich. Vorgesehen sind Nutzungen in den Bereichen Dienstleistung, Gewerbe und Öffentlichkeit. Gleichzeitig wird das Gelände stärker mit dem umliegenden Stadtgebiet vernetzt. Neue und verbesserte Zugänge erhöhen die Durchlässigkeit.

«Das Jahr 2026 ist dabei das erste volle Jahr, in dem unsere Pioniernutzer aktiv sind», sagt der Gesamtprojektentwickler Marco Wehrli von der Stadt Frauenfeld. «Es sind zahlreiche Aktivitäten und Veranstaltungen, vor allem in den Sommermonaten geplant.» Parallel dazu wird eine mögliche Erweiterung der Zwischennutzung geprüft.

Planung der nächsten Schritte

Parallel zur Nutzung erarbeitet die Stadt die planerischen Grundlagen für die weitere Entwicklung. Erste Vertiefungsstudien in den letzten beiden Jahren führten zu einem Vorprojekt, das die nächsten Schritte konkretisiert und als Basis für Bauprojekte und Bewilligungsverfahren dient. Das Vorprojekt soll bis Sommer 2026 präsentiert werden.

«Im Juni wird das Vorprojekt ‹Markt Thurgau Stadtkaserne› den verschiedenen Interessengruppen präsentiert», so Wehrli. Parallel dazu erfolgt die Baueingabe, für die «bis Ende Jahr die Baubewilligung erwartet wird». Die Entwicklung erfolgt in Etappen. Dabei werden Nutzungsmöglichkeiten definiert und bauliche Rahmenbedingungen festgelegt.

Die Rahmenbedingungen sind gesetzt: «Nebst der strikten Einhaltung des vorgegebenen Budgets bilden feuerpolizeiliche und denkmalpflegerische Vorgaben den Rahmen für die weitere Entwicklung», sagt Wehrli. Die Stadtkaserne wird als Teil der gesamtstädtischen Entwicklung verstanden und entsprechend eingebunden.

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Im Juni wird das Vorprojekt «Markt Thurgau Stadtkaserne» den verschiedenen Interessengruppen präsentiert.

Ein Areal mit Geschichte

Die Stadtkaserne blickt auf eine lange militärische Nutzung zurück. Das Areal wurde im 19. Jahrhundert erstellt und diente über Jahrzehnte hinweg als wichtiger Standort für die Armee. Die Anlage mit ihren charakteristischen Gebäuden prägte das Stadtbild von Frauenfeld nachhaltig.

Mit dem Ende der militärischen Nutzung öffnet sich das Areal nun für neue Funktionen. Die historische Bausubstanz bleibt dabei ein zentraler Bestandteil der Entwicklung und bildet die Grundlage für die künftige Nutzung.

Chance für vielfältige Begegnungen

Die Weiterentwicklung des Areals ist mit Herausforderungen verbunden. «Ziel ist es, mit dem vorhandenen Budget ein Optimum herauszuholen, indem klar zwischen Wünschbarem und Notwendigem unterschieden wird», sagt Wehrli. Gleichzeitig müsse man «rasch vorankommen, um lange Leerstände zu vermeiden».

Hinzu kommt die Aufgabe, das Projekt nach aussen zu vermitteln: Es gelte, «kritische Stimmen von der einmaligen Chance zu überzeugen, welche die Entwicklung der Stadtkaserne Frauenfeld für die Stadt, die Region und den Kanton Thurgau bietet». Das Jahr 2027 steht gemäss Wehrli «im Zeichen der Vorbereitungen auf die baulichen Aktivitäten».

Mit der Entwicklung verbindet Wehrli auch eine inhaltliche Vorstellung: «Ich wünsche mir einen vielfältigen, lebendigen und attraktiven Ort im Herzen von Frauenfeld, der möglichst vielen Menschen neue Perspektiven, Begegnungen und Nutzungsmöglichkeiten eröffnet.»

Text: Pascal Tschamper

Bild: Park Arch + Team

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