Klartext von Esther: Das Ostschweizer «Ja» ernst nehmen
Das Abstimmungsresultat zeigt zudem einen gewissen Stadt-Land-Graben. Das Ostschweizer Ja sollte die Politik und die Wirtschaft ernst nehmen. Das Unbehagen der Menschen ist da.
Die Politik ist nun gefordert, gerade im Asylbereich rasch konsequente Massnahmen zu ergreifen. Dies vor allem im Bereich der Kriminalität und bei Asylsuchenden, die die Voraussetzungen für eine dauerhaften Aufenthalt in unserem Land nicht erfüllen. Diese müssen unser Land so rasch wie möglich wieder verlassen. Wir müssen zudem mehr Anreize und Anforderungen setzen, dass alle, die arbeiten dürfen und können, auch rasch einer bezahlten Arbeit nachgehen. Denn wer einen geregelten Alltag hat und einer Arbeit nachgeht, kann die Sprache schneller lernen und sich integrieren.
Auch die Wirtschaft ist gefordert, das inländische Arbeitspotenzial noch mehr auszuschöpfen: Jungen Arbeitnehmern wie auch solchen über 50 Jahre sollten vermehrt Chancen geboten werden, damit sie in den Arbeitsprozess einsteigen oder bleiben können. Das bedeutet auch mehr Ressourcen bei der Aus- und Weiterbildung.
Eine Mehrheit der Ostschweizer Stimmbevölkerung will die Zuwanderung begrenzen. Daher muss diese auch in den Ostschweizer Kantonen wieder konsequenter auf den Arbeitsmarkt ausgerichtet werden. Ignoriert man das Problem der unkontrollierten Einwanderung in unser Land, so gibt das einen Bumerang, und die Stimmung in dieser Frage wird weiter kippen.
Text: Esther Friedli