Wohneigentum bleibt teuer
Text: pd/stz.
Die Preise für Wohneigentum in der Schweiz bleiben hoch. Gemäss dem Raiffeisen-Transaktionspreisindex stagnierten die Preise für Einfamilienhäuser im zweiten Quartal 2026 zwar auf unverändert hohem Niveau. Stockwerkeigentumswohnungen verteuerten sich gegenüber dem Vorquartal jedoch nochmals um 1,0 Prozent.
Im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 kosteten Einfamilienhäuser damit 3,4 Prozent mehr. Eigentumswohnungen legten innert Jahresfrist sogar um 4,2 Prozent zu.
«Auch mit den in diesem Quartal leicht tieferen Preiswachstumsraten bleibt die Preisdynamik am Wohneigentumsmarkt nach wie vor sehr hoch. Die bis auf absehbare Zeit tiefen Hypothekarzinsen sowie das knappe Angebot an Wohnungen und Häusern sprechen für einen anhaltenden Preisauftrieb», sagt Fredy Hasenmaile, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz.
Westschweiz mit stärkstem Anstieg bei Einfamilienhäusern
Besonders deutlich zeigt sich die Preisentwicklung bei Einfamilienhäusern in der Westschweiz. Dort stiegen die Preise im Vorjahresvergleich um 6,3 Prozent und damit schweizweit am stärksten. In der Nordwestschweiz legten die Hauspreise um 3,4 Prozent zu, in der Innerschweiz um 3,1 Prozent.
Beim Stockwerkeigentum verzeichnete die Südschweiz mit einem Plus von 6,7 Prozent den stärksten Anstieg innert Jahresfrist. In der Region Genfersee sanken die Preise für Eigentumswohnungen hingegen um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Touristisches Eigentum besonders gefragt
Auch nach Gemeindetypen zeigen sich deutliche Unterschiede. Die Hauspreise stiegen in touristischen Gemeinden innert Jahresfrist mit 6,0 Prozent am stärksten. In urbanen Gemeinden fiel der Anstieg mit 4,2 Prozent zwar am tiefsten aus, blieb aber dennoch klar positiv.
Noch ausgeprägter ist die Entwicklung beim Stockwerkeigentum: In touristischen Gemeinden verteuerten sich Eigentumswohnungen innerhalb eines Jahres um 6,9 Prozent. In den Zentren stiegen die Preise dagegen nur leicht. Dort betrug das Wachstum 0,1 Prozent.
Der Raiffeisen-Transaktionspreisindex wird jeweils zu Beginn eines neuen Quartals veröffentlicht. Er misst die Preisentwicklung von selbstgenutztem Wohneigentum in der Schweiz. Grundlage bilden Handänderungsdaten von Raiffeisen sowie des Swiss Real Estate Datapools SRED.