Wildhaus plant Zumthor-Coup
Text: stz.
Das am 29. Oktober im Zürcher Grossmünster vorgestellte Projekt verbindet das Geburtshaus des Reformators Huldrych Zwingli mit einem neuen Bau von Peter Zumthor. Die sogenannte «Toggenburger Demokratie-Ellipse» soll Geschichte, Architektur und gesellschaftlichen Dialog zusammenführen. Ein «Weg der Bildung» schlägt dabei den Bogen von der Reformation zu aktuellen Fragen des Zusammenlebens.
Hinter dem Vorhaben stehen die Reformierte Kirche St.Gallen, Toggenburg Tourismus und die Gemeinde Wildhaus-Alt St.Johann. Für Zumthors Neubau beim Dorfplatz ist ein Holzgebäude mit Platz für rund 300 Personen im Gespräch. Daneben ist ein Bau von Allen & Crippa beim Zwinglihaus vorgesehen. Das historische Geburtshaus soll dafür um rund 50 Meter versetzt werden. Zumthors detaillierte Pläne sind noch nicht öffentlich.
Die Stiftung rechnet derzeit mit Baukosten von 40 bis 60 Millionen Franken. Hinzu kommen voraussichtlich 15 Millionen für einen Betriebs- und Substanzerhaltungsfonds. Den grössten Teil sollen Private finanzieren. Gespräche laufen auch mit dem Bund sowie den Kantonen St.Gallen und Zürich.
Für die Region erhoffen sich die Initianten einen touristischen Umsatz von 7,4 Millionen Franken. Der Baustart wird für 2028 angestrebt, die Eröffnung für 2030. Beide Termine sind vorerst Planungsziele.