Von Gunten Executive Partner feiert zehn Jahre Unternehmertum
Text: pd/stz.
Die Karriere verlief steil, die Verantwortung wuchs und die beruflichen Perspektiven waren ausgezeichnet. Trotzdem stellte sich Pascal von Gunten zunehmend eine grundsätzliche Frage: Sollte dies tatsächlich seine Aufgabe für die kommenden Jahrzehnte sein?
«Mir fehlte trotz spannender und verantwortungsvoller Funktionen die persönliche Erfüllung», sagt von Gunten. Aus dieser Erkenntnis entstand die Idee, nicht länger ausschliesslich für ein einzelnes Unternehmen tätig zu sein. Stattdessen wollte er Geschäftsleitungen und Unternehmer verschiedener KMU als Sparringspartner begleiten.
Die Voraussetzungen dafür hatte er sich in unterschiedlichen Unternehmenswelten erarbeitet. Von Gunten kennt die Strukturen internationaler Konzerne ebenso wie den Alltag von KMU. In früheren Funktionen baute er unter anderem Produktionsstandorte in China, Indien und Usbekistan auf, restrukturierte Unternehmen und sammelte umfassende Erfahrung in der strategischen und operativen Unternehmensführung.
Von der Unternehmensberatung zum Executive Coaching
Was 2016 mit den Themen Strategie, Organisation und Führung begann, entwickelte sich in den folgenden Jahren kontinuierlich weiter. Bücher, Keynotes, Workshops und Seminare ergänzten das Angebot. Einen wesentlichen Schritt bildete die fundierte Aus- und Weiterbildung im psychologischen Bereich.
Heute arbeitet von Gunten bewusst an der Schnittstelle zwischen Ökonomie und Psychologie. Dabei verbindet er seine langjährige Management- und Führungserfahrung mit psychologischem Wissen. Diese Kombination prägt insbesondere seine Arbeit im Executive Coaching.
Denn viele Herausforderungen an der Unternehmensspitze lassen sich nach seiner Überzeugung nicht allein mit Strategien, Prozessen und Organigrammen lösen. Stress, Veränderungsdruck, Digitalisierung, Fachkräftemangel, Konflikte, Überlastung und die Isolation an der Spitze betreffen immer auch den Menschen hinter der Funktion.
«Wirtschaftlicher Erfolg und menschliche Entwicklung sind keine Gegensätze. Sie bedingen sich gegenseitig», sagt von Gunten.
Mentale Stärke wird zur Schlüsselkompetenz
Dieser Zusammenhang gewinnt für den Unternehmer weiter an Bedeutung. Die Arbeitswelt werde komplexer, unsicherer und schneller. «Von Führungskräften wird heute teilweise die sprichwörtliche eierlegende Wollmilchsau erwartet, und das in immer kürzeren Veränderungszyklen.»
Mentale Stärke werde deshalb zunehmend zu einer Schlüsselkompetenz. Im Spitzensport sei es längst selbstverständlich, neben der körperlichen auch die mentale Leistungsfähigkeit gezielt zu trainieren. In vielen Führungsetagen stecke dieses Bewusstsein dagegen noch immer in den Kinderschuhen.
Auch aus seiner eigenen Selbstständigkeit zieht von Gunten wichtige Erkenntnisse. Zwei Faktoren seien für den Erfolg besonders entscheidend: Innovation und Marketing. «Wer gründet, muss sich bewusst sein: Niemand hat auf einen gewartet.»
Unternehmer müssten deshalb laufend neue Lösungen entwickeln und gleichzeitig dafür sorgen, dass diese im Markt wahrgenommen werden. Bekanntheit allein reiche jedoch nicht aus. Erst in Verbindung mit Vertrauen entstehe eine tragfähige Grundlage für langfristige Kundenbeziehungen.