Thurgau

Vietze greift 2027 doppelt an

Vietze greift 2027 doppelt an
Thomas Leu, Ivo Schmid, Michèle Strähl-Obrist, Kris Vietze, Freddy Abegg und Daniel Eugster
Lesezeit: 2 Minuten

Nationalrätin Kris Vietze will ihren Sitz verteidigen und für die FDP Thurgau in den Ständerat einziehen. Für die Nationalratswahlen empfiehlt die Parteileitung neben ihr fünf weitere Kandidaten zur Nomination. Die Mitglieder entscheiden am 25. November 2026 in Amriswil.

Text: pd/stz.

Weniger Steuern, weniger Bürokratie und mehr Spielraum für Unternehmen und Berufstätige: Mit diesen Anliegen zieht die FDP Thurgau in die eidgenössischen Wahlen 2027. «Wir machen Politik für alle, die jeden Morgen den Wecker stellen», sagt Parteipräsident Gabriel Macedo. «Arbeit muss sich lohnen. Gleichzeitig braucht es Sicherheit, Freiheit und einen Staat, der seine Kernaufgaben erfüllt.»

Angeführt wird das vorgeschlagene Nationalratsteam von Kris Vietze. Die Wirtschaftsprüferin und Unternehmerin aus Frauenfeld setzt auf eine starke Wirtschaft, tiefere Gesundheitskosten und weniger Belastungen durch Steuern und Abgaben. «Sicherheit ist die Grundlage unserer Freiheit», sagt die Präsidentin der Industrie- und Handelskammer. Dazu zählt sie eine sichere Energieversorgung, eine glaubwürdige Landesverteidigung und einen funktionierenden Rechtsstaat.

Für den Ständerat haben die Thurgauer Freisinnigen Vietze bereits am 20. April 2026 nominiert. Am 24. Oktober 2027 will sie für beide eidgenössischen Räte antreten.

Unternehmer, Anwälte und ein Hotelier

Neben Vietze schlägt die Parteileitung vier Kantonsräte und einen weiteren Unternehmer vor. Die Weinfelder Anwältin Michèle Strähl-Obrist fordert weniger Bürokratie und mehr Eigenverantwortung. Ihr Ratskollege Thomas Leu, Anwalt aus Mannenbach-Salenstein, engagiert sich für Leistungsanreize, Wohneigentum und bessere Bedingungen für Menschen, die über das Rentenalter hinaus freiwillig weiterarbeiten wollen.

Daniel Eugster, Haustechnikunternehmer und Kantonsrat aus Freidorf, rückt Investitionen in Infrastruktur, Energieversorgung, Digitalisierung und Verkehr in den Vordergrund. Kantonsrat und Hotelier Freddy Abegg aus Schlatt konzentriert sich auf Sicherheit, einen konsequenten Rechtsstaat und faire Regeln in der Migrationspolitik.

Der Wängemer Ingenieur und Unternehmer Ivo Schmid, Präsident der FDP Bezirk Münchwilen, setzt seinen Schwerpunkt auf Bildung und Berufsbildung. Solide Grundkompetenzen und eine starke Berufslehre sind für ihn entscheidend für Chancengerechtigkeit und wirtschaftlichen Erfolg.

Drei Themenlisten ergänzen das Aufgebot

Zusätzlich zur Hauptliste plant die FDP Thurgau die Themenlisten «FDP Arbeit», «FDP Infrastruktur» und «FDP Sicherheit». Auch die dafür vorgeschlagenen Kandidaten werden an der Nominationsversammlung vom 25. November in Amriswil vorgestellt und den Mitgliedern zur Wahl unterbreitet.

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