Thurgau

TKB zeigt, wie Betrüger ihre Opfer ködern

TKB zeigt, wie Betrüger ihre Opfer ködern
Priska Bättig, Teamleiterin im TKB-Beratungscenter, gibt Tipps zum Schutz vor Betrug im Internet
Lesezeit: 2 Minuten

Sie versprechen Gewinne, täuschen Notfälle vor und setzen ihre Opfer unter Druck: Wie Betrüger mit Emotionen spielen und woran man ihre Maschen erkennt, erfuhren rund 2400 Besucher an der Veranstaltungsreihe «Sicherheit im Alltag» der Thurgauer Kantonalbank. Die Anlässe fanden in Arbon, Amriswil und Kreuzlingen statt.

Text: pd/stz.

Die vermeintliche Tochter meldet sich unter Tränen am Telefon: Sie habe einen schweren Unfall verursacht und brauche dringend Geld für eine Kaution. Solche Schockanrufe lösen bei vielen Menschen den Impuls aus, sofort zu helfen. Genau darauf setzen die Täter.

«Es lohnt sich immer, trotz des Schocks zuerst kurz innezuhalten», sagt Daniel Meili von der Kantonspolizei Thurgau. Sein Rat: Ruhe bewahren und die Fakten prüfen. Wer die Tochter über ihre bekannte Nummer oder die Polizei kontaktiert, kann die Geschichte überprüfen, bevor Geld übergeben wird.

Grundsätzlich könne jeder Opfer eines Betrugs werden. «Die Täter verstehen es, enormen Druck aufzubauen und ihre Opfer zu manipulieren», erklärt Meili. Sie nutzen Angst, Freude und Gutgläubigkeit gezielt aus. Sobald Geld, Wertsachen oder persönliche Daten verlangt werden, sei deshalb höchste Vorsicht angebracht. Das gelte ebenso für unerwartete Gewinnversprechen, vermeintliche Schnäppchen und aussergewöhnlich hohe Renditen.

Daniel Meili von der Kantonspolizei Thurgau erläutert, wie Betrüger ihre Opfer manipulieren
Daniel Meili von der Kantonspolizei Thurgau erläutert, wie Betrüger ihre Opfer manipulieren

Priska Bättig, Teamleiterin im TKB-Beratungscenter, vermittelte praktische Tipps für den Umgang mit Karten, Twint und E-Banking. Links und Anhänge in Nachrichten sollten kritisch geprüft werden. Passwörter und Zugangsdaten gehören niemals in fremde Hände.

Bei Unsicherheit empfiehlt Bättig, direkt bei der Bank nachzufragen. Entscheidend sei, sich nicht von Unbekannten zu Zahlungen oder zur Herausgabe persönlicher Daten drängen zu lassen. Wer Ruhe bewahre und Aufforderungen sorgfältig prüfe, könne das Betrugsrisiko deutlich reduzieren.

Besteht bereits ein Betrugsverdacht, zählt rasches Handeln. «Sperren Sie bei Betrugsverdacht unverzüglich Ihre Karten und den Zugang zum E-Banking oder kontaktieren Sie Ihre Bank», rät Bättig. In der Regel empfiehlt sich auch eine Anzeige bei der Polizei. 

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