StarragTornos baut Luftfahrtgeschäft aus
Text: pd/stz.
Besonders stark entwickelte sich das Marktsegment Aerospace. Hier verzeichnete die Gruppe einen Anstieg des Auftragseingangs um 40.1 Prozent. Zusätzliche Impulse kamen aus der Verteidigungsindustrie, deren Anteil am Maschinengeschäft deutlich von 23 auf 37 Prozent anstieg. Damit gewinnt dieser Bereich zunehmend an strategischer Bedeutung.
Demgegenüber stand ein markanter Rückgang im Segment Luxury Goods. Vor allem die zurückhaltende Investitionstätigkeit der Uhrenindustrie wirkte sich negativ auf Umsatz und Ergebnis aus. Insgesamt sank der Umsatz um 10.5 Prozent auf 442.1 Millionen Franken.
Regional zeigte sich ein differenziertes Bild: Während Europa, insbesondere die Schweiz, rückläufig war, legten die Märkte in Nord- und Südamerika sowie in Asien deutlich zu. In Amerika stieg der Auftragseingang um 11.8 Prozent, in Asien um 32.4 Prozent, wobei insbesondere China zum Wachstum beitrug.
Positiv entwickelte sich auch das Servicegeschäft. Durch vermehrte Wartungsarbeiten, langfristige Serviceverträge und neue digitale Lösungen konnte dieser Bereich weiter ausgebaut werden und gewann an Bedeutung für den Gesamtumsatz.
Auf der Ergebnisseite musste StarragTornos Einbussen hinnehmen
Der EBIT sank auf 6.0 Millionen Franken, der Reingewinn auf 5.3 Millionen Franken. Gleichzeitig zeigten strukturelle Kostensenkungen sowie erste Effekte aus dem Synergieprogramm der 2023 vollzogenen Fusion von Starrag und Tornos Wirkung.
Die Gruppe bleibt finanziell solide aufgestellt. Mit einer Eigenkapitalquote von 59.6 Prozent verfügt sie über eine hohe Stabilität und Unabhängigkeit. Investitionen in Infrastruktur und Produktion sowie die Bündelung von Beschaffung, Vertrieb und Service stärken die Effizienz entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Für das Jahr 2026 erwartet StarragTornos keine breiten Wachstumsimpulse. Die Nachfrage aus den Bereichen Aerospace und Defense dürfte jedoch weiterhin hoch bleiben. In anderen Märkten rechnet das Unternehmen vorerst nicht mit einer raschen Erholung, sieht sich dank eingeleiteter Massnahmen jedoch gut positioniert.