Starrag erzielt Titanbearbeitungs-Weltrekord
Text: PD/stz.
Die Leistungstests wurden im Hauptwerk von Starrag in Rorschacherberg durchgeführt. Zum Einsatz kam ein von Starrag selbst entwickelter zylindrischer Schaftfräser Ø40 R1.24 mit 18 Zähnen aus Hartmetall, der speziell für das Hochleistungsfräsen ausgelegt ist. Mit dieser Kombination erzielten die Frässpezialisten die bisher höchste bekannte Abtragsrate bei der Titanbearbeitung.
Bereits der Prototyp der Maschine mit hydrostatischen Führungen hatte im Vergleich zur Vorgängerversion mit Rollenlagern eine bis zu dreimal höhere Zerspanungsleistung erreicht. Für die Serienversion nahmen die Ingenieure weitere konstruktive Anpassungen vor, um die Abtragsraten nochmals zu erhöhen und gleichzeitig den Werkzeugverschleiss zu reduzieren. Dazu wurden sowohl das Maschinenbett als auch die Säule zusätzlich versteift. Zudem konnte die Kontaktfläche der Hydrostatik vergrössert werden, was die Steifigkeit und die Dämpfung weiter erhöhte.
Eine weitere Anpassung betrifft den Drehtisch, der neu als Getriebeversion ausgeführt ist. Mit einem Drehmoment von 25’000 Nanometern und einem Spannmoment von 32’000 Nanometern erfüllt er laut Starrag die spezifischen Anforderungen der Titanbearbeitung. Auch für zukünftige Bearbeitungsverfahren ist das Bearbeitungszentrum S1250 HD damit bereits ausgelegt.
Das Verfahren ist branchenübergreifend einsetzbar. Unternehmen aus der Luft- und Raumfahrt, der Automobilindustrie, der Medizintechnik sowie weiteren Industriezweigen können damit ihre Zykluszeiten verkürzen, die Produktivität steigern und die Präzision ihrer Fertigungsprozesse erhöhen. Bereits zur Markteinführung bestellte Airbus Aerostructures für seinen norddeutschen Standort Varel fünf Maschinen dieses Typs.