St.Galler Stickerei wird Teil amerikanischer Geschichte
Text: pd/stz.
Mit der Eröffnung des Obama Presidential Centers im Juni 2026 wird ein Stück St.Galler Textilgeschichte dauerhaft einem internationalen Publikum zugänglich gemacht. Das neue Museum in Chicago dokumentiert die Präsidentschaft Barack Obamas und zeigt zentrale Objekte aus dieser Zeit.
Dazu gehört das Kleid, das Michelle Obama bei der ersten Amtseinführung ihres Mannes im Januar 2009 trug. Entworfen wurde das lemongrasfarbene Ensemble von der kubanisch-amerikanischen Designerin Isabel Toledo. Die darauf verarbeiteten Stickereien stammen von Forster Willi, der Haute-Couture-Marke der St.Galler Forster Rohner AG.
Das Kleid gilt als eines der prägendsten Modeobjekte aus Michelle Obamas Zeit als First Lady. Seine Aufnahme in die Dauerausstellung zeigt zugleich, welche internationale Reichweite die St.Galler Textilindustrie bis heute besitzt. Aus hoch spezialisiertem Handwerk entstand ein Produkt, das Teil eines historischen Moments wurde und nun selbst als Kulturgut bewahrt wird.
Globale Bühne für St.Galler Kompetenz
Forster Willi steht seit 1904 für hochwertige Stickereien für die internationale Haute Couture und das Prêt-à-porter. Die Marke arbeitet mit renommierten Modehäusern zusammen und verbindet traditionelles Savoir-faire mit hoher Präzision und modernen Verarbeitungstechniken.
Hinter Forster Willi steht die Forster Rohner AG. Das heutige Unternehmen entstand 1992 aus der Fusion der Forster Willi AG mit der Jacob Rohner AG. Der traditionsreiche Name Forster Willi blieb als Marke für das hochwertige Modegeschäft erhalten.
«Es erfüllt uns mit grossem Stolz, dass ein Kleid mit Stickereien aus unserem Haus Teil eines Museums ist, das einen bedeutenden Abschnitt der amerikanischen Geschichte dokumentiert. Es zeigt eindrücklich, wie Schweizer Handwerkskunst und St.Galler Stickerei Teil kultureller und historischer Meilensteine werden können», sagt Emanuel Forster, CEO der Forster Rohner AG.