Pemat gewinnt Preis der Rheintaler Wirtschaft
Text: Fabian Alexander Meyer
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Pemat ist eine der ersten Firmen, die man sieht, wenn man von Altstätten nach Oberriet fährt. Was dort am Ortseingang sichtbar beginnt, wirkt weit über die Region hinaus. Seit rund 30 Jahren entwickelt das Unternehmen mit seinen 20 Mitarbeitern hochpräzise Lösungen in der Biege- und Walztechnik und hat sich damit einen exzellenten Namen in anspruchsvollen Nischen erarbeitet. In der Schweiz wenig bekannt, sind sie am Weltmarkt sehr gefragt: Zur Kundschaft gehören beispielsweise Porsche und Louis Vuitton.
Das Herzstück von Pemat ist das Freiformbiegen. Damit lassen sich Metallrohre und Profile dreidimensional, frei und absolut passgenau formen. Jedes Teil ist ein Einzelstück, wobei Länge, Radius und Form exakt auf das jeweilige Projekt abgestimmt sind. Wo andere an technische Grenzen stossen, beginnt die Stärke von Pemat. Ihre Lösungen kommen dort zum Einsatz, wo höchste Präzision gefragt ist und Standardverfahren nicht ausreichen. Bei einem Projekt für die Strassenbeleuchtung in Dubai konnte kein anderer Anbieter die Lösungen anbieten, die Pemat geschaffen hat.
Grosse Freude über die Auszeichnung
Firmeninhaber Peter Mattle zeigte sich bereits bei der geheimen Bekanntgabe der Auszeichnung vor einigen Monaten sichtlich gerührt. Die Freude über den Preis, der ihm im Beisein von Tagungsmoderator Sonja Hasler von Jury-Präsident Klaus Brammertz überreicht wurde, war ihm auch gestern Freitag sehr deutlich anzusehen. Er stand zusammen mit seiner Ehefrau Romana und seinem ebenfalls langjährigen Wegbegleiter Roger Schläpfer auf der Bühne. Er bedankte sich auch ausdrücklich bei seiner Frau, die so oft ohne ihn habe in die Ferien fahren müssen, und es sei bewundernswert, dass sie immer noch an seiner Seite sei.
Ebenso bedankte er sich bei seinen Teams und allen Mitarbeitern. Sein Erfolgsrezept? «Visionen soll man nicht nur träumen, sondern auch ausführen.» Konkret heisse das beispielsweise, nicht darauf zu warten, dass die Kundschaft mit Ideen und Fragen komme, sondern bereits im Vorfeld neue Lösungen zu finden. Er habe auch immer einen Plan B. Roger Schläpfer bestätigte: «Peter Mattle findet immer eine Lösung!»
Klaus Brammertz betonte, Pemat habe den Preis absolut verdient. Es sei ein typisch rheintalisch-bescheidenes KMU, das in der Welt quasi bekannter sei als in der eigenen Region. Mattle revanchierte sich: «Wir haben eine Riesenfreude, dass man uns als kleines KMU ausgesucht hat. Das ist etwas Wunderbares!» Diese Freude war mit Händen greifbar: Nach der Preisverleihung auf der Bühne, am Rand des Saals, umarmten sich Peter Mattle und Roger Schläpfer.
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Im Rheintal entwickelt und gefertigt
Pemat realisiert komplexe Projekte für Kunden auf der ganzen Welt. Dazu gehören grossformatige Decken- und Fassadenkonstruktionen, Sitzbank- und Innenarchitektur-Elemente, Speziallösungen für Industrieanlagen sowie anspruchsvolle Konstruktionen für den Messe-, Event- und Kulturbau. Entwickelt und gefertigt werden diese Lösungen im Rheintal, montiert an internationalen Standorten.
Das Unternehmen steht exemplarisch für industrielle Wertschöpfung mit Tiefe. Pemat schafft qualifizierte Arbeitsplätze, bildet Fachkräfte aus und hält spezialisiertes Know-how in der Region. Gleichzeitig stärkt es mit seinen Projekten die internationale Wahrnehmung des Wirtschaftsstandorts Rheintal und der Schweiz.
Der Preis der Rheintaler Wirtschaft wird jährlich im Rahmen des Rheintaler Wirtschaftsforums verliehen. Ausgezeichnet werden Unternehmen, die durch unternehmerische Leistung, Innovationskraft und regionale Verantwortung einen besonderen Beitrag leisten. Zum speziellen Charakter des Forums gehört auch die künstlerisch gestaltete Skulptur für den Preis der Rheintaler Wirtschaft, geschaffen von Karin Thür. Der Entscheid für die Pemat AG wurde von einer breit abgestützten Jury gefällt. Den Vorsitz hat Klaus Brammertz vom AGV Rheintal inne. Vertreten sind zudem der Verein St.Galler Rheintal, je eine Vertretung der fünf Hauptsponsoren des Rheintaler Wirtschaftsforums sowie die Galledia Event AG und die Galledia Regionalmedien AG («Rheintaler» und «Rheintalische Volkszeitung»).