Neustart mit Erfahrung
Text: stz.
Kurt Ellenberger hat die Schweizer Logistikberatung über Jahrzehnte mitgeprägt. 2003 übernahm er gemeinsam mit Manfred Schütz im Rahmen eines Management-Buy-outs die damalige Schweizer Niederlassung der Agiplan. Später wurde Ellenberger alleiniger Eigentümer und Geschäftsführer. Unter seiner Leitung entwickelte sich die Agiplan AG zu einer führenden Adresse für Logistikberatung und Logistikplanung in der Schweiz. Anfang 2026 gab er die operative Verantwortung an Remo Eggimann weiter.
Nun folgt kein Rückzug, sondern ein bewusster Neustart. Mit «Ellenberger Logistics Advisory» in Eschenbach bringt Ellenberger seine Erfahrung dort ein, wo Unternehmen vor anspruchsvollen Entscheidungen stehen. Im Zentrum stehen sogenannte «Second Opinions», also unabhängige Zweitmeinungen zu Logistikkonzepten, Investitionen, Infrastrukturprojekten und Intralogistiklösungen.
«Ich will keine neue Beratungsorganisation aufbauen, sondern meine Erfahrung dort einbringen, wo sie rasch Nutzen stiftet», sagt Kurt Ellenberger. In vielen Projekten gehe es heute um hohe Investitionen, komplexe Schnittstellen, enge Zeitpläne und eine Vielzahl von Beteiligten. Da könne ein unabhängiger Blick von aussen helfen, Annahmen zu prüfen, Risiken sichtbar zu machen und Entscheidungsgrundlagen zu schärfen.
Ellenberger kennt solche Situationen aus zahlreichen Projekten in Industrie, Handel und Logistik
Zu seinen Erfahrungen zählen unter anderem Mandate und Projektzusammenhänge bei Fust, Regloplas und Pyropac. Sein Ansatz ist seniorgetrieben, pragmatisch und unabhängig. Er will keine bestehenden Projektteams ersetzen, sondern sie herausfordern, ergänzen und bei wesentlichen Entscheidungen unterstützen.
Für Kurt Ellenberger ist der Schritt auch ein Statement zur Rolle von Erfahrung in einer Zeit, in der Projekte immer stärker von Digitalisierung, Automatisierung, Fachkräftemangel und Nachhaltigkeitsanforderungen geprägt sind. Erfahrung bedeute für ihn nicht, an alten Lösungen festzuhalten. Sie helfe vielmehr, Muster zu erkennen, die richtigen Fragen zu stellen und technische, organisatorische und wirtschaftliche Aspekte zusammenzubringen.
«Eine gute Second Opinion ist keine Besserwisserei», sagt Ellenberger. «Sie schafft Klarheit, bevor teure Weichen gestellt werden.» Damit richtet sich sein Angebot an Unternehmen, Investoren, Entwickler, Logistikdienstleister und öffentliche Auftraggeber, die vor komplexen Logistik- und Infrastrukturentscheiden stehen.