St.Gallen

Neustart beim FCSG-Ambassadoren-Club

Neustart beim FCSG-Ambassadoren-Club
Ivo Eggenberger
Lesezeit: 3 Minuten

Mit Ivo Eggenberger steht der Ambassadoren-Club des FC St.Gallen 1879 unter neuer Führung. Der Rheintaler Unternehmer übernimmt das Präsidium in einer Phase des Umbruchs. Nach kontroversen Diskussionen an der Generalversammlung Ende Juni will die neue Vereinsführung den Blick nach vorne richten und den Club als starkes Netzwerk für Wirtschaft und Sport weiterentwickeln.

Text: red

Der Ambassadoren-Club des FC St.Gallen hat an seiner Generalversammlung einen neuen Präsidenten gewählt. Mit Ivo Eggenberger übernimmt ein Rheintaler Unternehmer die Führung einer der wichtigsten Gönnervereinigungen des FC St.Gallen. Der Führungswechsel erfolgt in einer Zeit, in der der Club vor richtungsweisenden Entscheidungen steht.

Die Generalversammlung war von unterschiedlichen Vorstellungen über die künftige Ausrichtung des Ambassadoren-Clubs geprägt. Noch unter der bisherigen Führung beschlossen die Mitglieder mit einer knappen Zweidrittelmehrheit eine einmalige Reduktion des Mitgliederbeitrags. Damit fällt der finanzielle Beitrag an den FC St.Gallen in der kommenden Saison rund 50 Prozent tiefer aus.

Gleichzeitig wollten diverse Mitglieder damit ein Signal an den Verein senden, dass sie mit dem Umgang der FCSG-Führung mit ihrem ehemaligen Präsidenten Patrick Thoma nicht einverstanden sind. Thoma trat im Zuge der Unstimmigkeiten zwischen Aktionariat und Verwaltungsrat auch als FCSG-VR zurück und verkaufte seine Beteiligung. 

Patrick Thoma
Patrick Thoma

Blick nach vorne

Die neue Führung respektiere diesen demokratischen Entscheid und wolle den Fokus nun auf die Zukunft legen. «Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, nach vorne zu schauen, Brücken zu bauen und gemeinsam etwas Neues aufzubauen», sagt der neue Präsident Ivo Eggenberger. Ziel sei es, den Ambassadoren-Club nachhaltig zu stärken und wieder auf Wachstumskurs zu bringen.

Mit dem Führungswechsel endet gleichzeitig eine prägende Ära. Unter der Leitung des bisherigen Präsidenten Patrick Thoma war der Ambassadoren-Club auf 24 Mitglieder angewachsen. Nach seinem Rücktritt mit sofortiger Wirkung sowie den angekündigten Austritten mehrerer Mitglieder reduziert sich der Mitgliederbestand künftig auf elf Mitglieder. Aufgrund der geltenden Kündigungsfristen bleiben die austretenden Mitglieder dem Ambassadoren-Club allerdings noch bis zum Ende der kommenden Saison erhalten.

Die neue Vereinsführung sieht den Rückgang als Herausforderung, aber auch als Chance. «Wir wollen den Dialog suchen, Vertrauen aufbauen und den Ambassadoren-Club Schritt für Schritt wieder auf Wachstumskurs bringen», sagt Eggenberger und ergänzt, dass der FCSG den Club in seinen Bemühungen ebenfalls unterstützen werde. 

Sommerkonzert  DCONO 2026  

Klare Verbundenheit zum FCSG

Trotz der aktuellen Veränderungen bekennt sich der Ambassadoren-Club klar zum FC St.Gallen. «Gerade in einer Zeit, in der rund um den Verein vieles intensiv diskutiert wird, stehen wir geschlossen hinter dem FC St.Gallen», betont Eggenberger. Echte Verbundenheit zeige sich insbesondere dann, wenn Herausforderungen zu bewältigen seien.

Mit dem Präsidentenwechsel verbindet der Ambassadoren-Club die Hoffnung auf einen erfolgreichen Neustart. In den kommenden Monaten sollen neue Mitglieder gewonnen, bestehende Mitglieder noch stärker eingebunden und der Club als Plattform für Wirtschaft, Gesellschaft und Sport in der Ostschweiz weiter gestärkt werden.

Netzwerk mit Zukunft

Eggenberger möchte den Ambassadoren-Club als modernes Wirtschaftsnetzwerk mit enger Verbindung zum FC St.Gallen weiterentwickeln. Im Zentrum stehen für ihn Offenheit, Verlässlichkeit und der persönliche Austausch.

«Ich möchte Menschen zusammenbringen, Beziehungen stärken und den Ambassadoren-Club zu einem Netzwerk machen, auf das unsere Mitglieder stolz sind», sagt er. Die Begeisterung für den FC St.Gallen solle dabei die gemeinsame Grundlage bilden.

Auch interessant

Securitas bleibt dem FCSG bis 2029 treu
St.Gallen

Securitas bleibt dem FCSG bis 2029 treu

Der FCSG: Lovebrand seit 150 Jahren
Lovebrands

Der FCSG: Lovebrand seit 150 Jahren

Lovebrands entstehen nicht über Nacht
Lovebrands

Lovebrands entstehen nicht über Nacht