Knapp 700 Kilogramm schwerer «Täufling»
02.08.2019

Knapp 700 Kilogramm schwerer «Täufling»

«Alpstein» heisst der Stier, der am 30. August 2020 dem Sieger des Eidgenössischen Jubiläums-Schwingfestes auf der Bleiche in Appenzell überreicht wird. Kürzlich wurde der Siegermuni im Beisein von Sponsoren und weiteren Gästen getauft. Martin Hersche und Schwingerkönig Thomas Sutter sind nicht nur die Paten von «Alpstein»: Die Antlitze der beiden Appenzeller Spitzenschwinger zieren zudem die rund drei Meter hohe EJSF2020-Skulptur.

Wer am 30. August 2020 zum Sieger des Eidgenössischen Jubiläums-Schwingfestes in Appenzell gekürt wird, kann neben viel Ruhm und Ehre auch einen prächtigen Stier aus der Arena in Appenzell mit nach Hause nehmen. Dieser Siegermuni präsentierte sich anlässlich des Klubschwingets des Schwingklubs Appenzell erstmals der Öffentlichkeit und wurde auf den Namen «Alpstein» getauft. Seine Taufpaten sind keine Geringeren als Schwingerkönig Thomas Sutter und der Appenzeller Eidgenosse Martin Hersche.

Der «Täufling», der am 20. Februar 2018 zur Welt kam, wiegt aktuell knapp 700 Kilogramm. Bis zum EJSF 2020 wird «Alpstein» rund 1100 Kilo auf die Waage bringen. Besitzer des Braunvieh-Stiers ist Jakob Fuster-Wyss aus Eggerstanden bei Appenzell. Sichtlich stolz präsentierte der Züchter sein Prachtstier den Taufgästen. Die Mutter von «Alpstein» ist eine wahre Schönheit, darf sie sich doch vierfache «Miss Appenzell» nennen. Auch der Vater - «Bluem Boy» - ist ein waschechter Appenzeller. Die ersten Nachkommen des EJSF-Siegermunis werden voraussichtlich Ende 2019 zur Welt kommen. Gesponsert wird der 1. Lebendpreis von Degussa Goldhandel AG, Zürich, sowie von der Package Line GmbH in Henau.

Tonnenschwerer Botschafter
Noch bevor «Alpstein» getauft wurde, richtete sich der Blick der Gästeschar auf ein rund drei Meter hohes, verhülltes Irgendetwas, das sich als EJSF2020-Skulptur entpuppte. Thomas Sutter und Martin Hersche sind neu nicht nur Siegermuni-Paten, sondern standen zudem Modell für die EJSF2020-Skulptur, die ab sofort auf dem Verkehrskreisel «Rank» in Appenzell den Grossanlass am 30. August 2020 ankünden wird. Die rund 3 Meter hohe und circa 1.5 Tonnen schwere Statue wurde aus Bergmammutholz gefertigt. Der betreffende Baum beim Spital Walenstadt musste vergangenen Sommer aus Sicherheitsgründen gefällt werden.

Nach dem Transport des Stammes zur Stadtsägerei St.Gallen nahm die EJSF-Statue in den vergangenen Monaten unter den Händen der Holzbildhauer Dominik Hollenstein und Guido Neff die gewünschten Konturen an.

Unverkennbare Gesichtssilhouetten
«Das Mammutholz ist sehr schnitzig und eignet sich gut zur Bearbeitung für Skulpturen. Zudem weist es einen äusserst geringen Holzschwund auf», freut sich Dominik Hollenstein. Nichts desto trotz bedeutete seine Aufgabe Knochenarbeit: In einer ersten Phase bearbeitete der Bildhauer den 10-Tonnen-Klotz ziemlich grobschlächtig mit der Motorsäge. «Immer wieder kamen im Stamm Äste zum Vorschein. Die eigenen Pläne gilt es dann, diesen natürlichen Gegebenheiten unterzuordnen. So habe ich die Körperdrehungen des Schwingerpaares sukzessive dem Stamm angepasst.» Ebenfalls sehr wandlungsfähig ist die Färbung des Holzes. «Innerhalb eines Monates wechselt der rötliche Farbton des frischbearbeiteten Mammutholzes in ein erdiges Braun», weiss Dominik Hollenstein.

Damit die Statue einen unverkennbaren Appenzeller Bezug hat, sassen Martin Hersche und Thomas Sutter je zwei Stunden Modell. Das Resultat erstaunt: Beim Schwingerpaar aus Holz sind deutlich die Gesichtssilhouetten der beiden Spitzenschwinger auszumachen.

Auf dem Bild von Lorenz Reifler (v.l.): Die Munipaten Martin Hersche und Schwingerkönig Thomas Sutter sowie die Sponsorenvertreter Andreas Hablützel (Degussa Goldhandel AG) und Marcel Fehr (Package Line GmbH) neben Jakob Fuster-Wyss, Besitzer und Züchter von «Alpstein».

www.appenzell2020.ch