Thurgau

Ingenieure wollen sichtbarer werden

Ingenieure wollen sichtbarer werden
Sektionspräsidentin Corina Steffen und Zentralpräsident Giovanni Crupi im Gespräch mit einem engagierten jüngeren Verbandsmitglied, Gabriel Engelhart
Lesezeit: 2 Minuten

Als Netzwerk will sich die Swiss Engineering Sektion Thurgau stärker positionieren und vermehrt junge Berufsleute gewinnen.

Text: Martin Sinzig

Mit 203 Mitgliedern (Vorjahr 213) verzeichnete der Berufsverband im vergangenen Jahr einen leichten Mitgliederschwund. Diese Tendenz und die Schwierigkeit, junge Ingenieure zu gewinnen, gehörten zu den aktuellen Herausforderungen, räumten Vorstandsvertreter an der 95. Generalversammlung vom 20. März in Fischingen ein.

«Wir brauchen mehr Relevanz, mehr Tempo und mehr junge Leute», sagte Vizepräsident Amerigo De Santis und kündigte eine Mitgliederbefragung an. Es sollen Ansätze und Ideen gesammelt werden, um Handlungsstrategien zu entwickeln. Die Swiss Engineering Sektion Thurgau wolle sich als Anlaufstelle für Leute aus dem Ingenieurberuf positionieren: sichtbar, relevant und unkompliziert, so De Santis.

Corina Steffen
Corina Steffen

Netzwerk und Chance

Diese Zielsetzungen stiessen auf grossen Zuspruch. Lernen und Skills, das Mentoring, aber auch Sinn und Wohlbefinden im Berufsverband gehörten dazu, hiess es. Viele fragten heutzutage, was eine Mitgliedschaft überhaupt bringe, hinterfragte ein weiterer Votant. Deshalb gelte es, den Sinn für die Gemeinschaft zu fördern und die Bedeutung des Netzwerks gerade auch für jüngere Ingenieure zu betonen.

«Wir dürfen nicht den Mut verlieren und sollten die Weichen richtig stellen», appellierte ein älteres Verbandsmitglied, während ein junger Ingenieur bestätigte, was ihm die Mitgliedschaft bei Swiss Engineering bringt, nämlich ein persönliches Netzwerk und die Chance, ab und zu aus dem Alltag auszubrechen und Neues zu lernen.

Giovanni Crupi
Giovanni Crupi

Schüler lernen «Future Skills»

Erfolgreich war das Engagement von Swiss Engineering im Rahmen des «Future Skills Hub Thurgau». Das Nachwuchsförderungsprojekt, das bei Schülern der 5. bis 7. Klasse ansetzt, ging in eine zweite Phase, und dabei wurden in Zusammenarbeit mit zwei Wirtschaftspartnern zwei Workshops mit sechs Klassen durchgeführt, wie Vorstandsmitglied Martin Messerli berichtete.

Maschinen der Zukunft sowie Räume für ein Leben im Wandel lauteten die Themenstellungen, wobei die jungen Leute digitale Skills erlernen, Spass und Zusammenarbeit erfahren konnten. Nach dem erfolgreichen Abschluss dieses Pilotprojekts soll daraus ein langfristiges Angebot entstehen können. Die Gespräche mit möglichen Partnern seien im Gang.

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Martin Messerli
Martin Messerli

Lösungen bieten

Der in globo für eine weitere Amtsdauer gewählte Vorstand startet mit Schwung ins neue Verbandsjahr. Für 2026 sind eine Reihe von Betriebsbesuchen sowie ein Auftritt am Thurgauer Technologietag geplant. Die Themen reichen von Stahlseilen bis zu Robotertechnik und additiven Fertigungsmethoden.

Zentralpräsident Giovanni Crupi richtete den Blick auf wichtige Anlässe auf nationaler Ebene und erinnerte an die Mission der Ingenieure: «Wir wollen Lösungen bieten.»

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