Thurgau

Humbel zeigt, was in Werkstoffen steckt

Humbel zeigt, was in Werkstoffen steckt
Michael Oertli
Lesezeit: 2 Minuten

Wie können KMU von moderner Materialtechnologie profitieren? Der Technologieabend des Thurgauer Technologieforums liefert am 16. November 2026 Antworten aus der Praxis. Bei der Humbel Zahnräder AG in Kradolf erhalten die Teilnehmer Einblicke in Fertigung, Härterei und Labor. CEO Michael Oertli und WITG-Leiter Torsten Bogatzky zeigen, wie Werkstofftechnik und Forschung Unternehmen weiterbringen können.

Text: stz.

Wenn Oberflächen verschleissen oder Bauteile an ihre Belastungsgrenzen kommen, wird die Wahl und Behandlung des Materials zur entscheidenden Frage. Hier setzt der diesjährige Technologieabend an: Er verbindet Einblicke in die industrielle Produktion mit der Frage, wie KMU wissenschaftliches Know-how für ihre eigenen Herausforderungen nutzen können.

Gastgeber ist die Humbel Zahnräder AG in Kradolf. Beim geführten Rundgang durch Fertigung, Härterei und Labor erleben die Besucher, wie eng Materialtechnologie und hochpräziser Maschinenbau zusammenhängen. Im Zentrum stehen Fragen, die unmittelbar über die Qualität eines Bauteils entscheiden: Wie lassen sich dessen Oberfläche und innere Struktur gezielt beeinflussen? Und wie wird geprüft, ob das Ergebnis den Anforderungen entspricht?

Vom Stahl zum belastbaren Zahnrad

Michael Oertli, CEO der Humbel Zahnräder AG, vertieft diese Zusammenhänge in seinem Referat «Vom rohen Stahl zur hochbelastbaren Zahnradoberfläche». Er erläutert, welche Rolle die interne Werkstofftechnik bei der Herstellung anspruchsvoller Zahnräder spielt und wie Fertigung, Wärmebehandlung und Prüfung ineinandergreifen.

Damit bietet der Abend einen Blick auf Prozesse, die im fertigen Produkt kaum sichtbar sind, seine Leistungsfähigkeit aber wesentlich mitbestimmen.

Forschung für konkrete Herausforderungen

Anschliessend beleuchtet Torsten Bogatzky, operativer Leiter des Instituts für Werkstoffsystemtechnik Thurgau (WITG), das Thema aus Sicht der Forschung. Er zeigt anhand von Beispielen, welche Fragen die Materialforschung beschäftigen und wie daraus gemeinsame Projekte mit Unternehmen entstehen können.

Ein KMU muss dafür kein eigenes Forschungslabor aufbauen. Ausgangspunkt kann eine konkrete Herausforderung aus dem Betriebsalltag sein. Das WITG steuert werkstofftechnisches Wissen, wissenschaftliche Methoden sowie Prüf- und Analyseverfahren bei. Gemeinsam wird untersucht, welche technischen Lösungen möglich sind. So unterstützt das Institut Unternehmen sowohl als Forschungspartner als auch als Prüfdienstleister. Weitere Informationen beim WITG.

Nach den Referaten stehen Fragen und Diskussion auf dem Programm. Beim anschliessenden Apéro bleibt Zeit, eigene Erfahrungen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.

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