St.Gallen

Hof zu Wil startet in neue Ära

Hof zu Wil startet in neue Ära
Bundesrätin Karin Keller-Sutter, selbst Wilerin, bei ihrer Ansprache
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Mit der feierlichen Gesamteröffnung ist am Wochenende ein bedeutendes Kultur- und Bauprojekt in der Ostschweiz abgeschlossen worden: Nach der dritten und letzten Bauetappe zeigt sich der Hof zu Wil als historisches Wahrzeichen, moderner Begegnungsort und vielseitiger Standort für Kultur, Gastronomie, Tourismus und Arbeit.

Text: stz.

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Der Hof zu Wil hat am Wochenende vom 4. und 5. Juli seine Gesamteröffnung gefeiert. Nach Abschluss der dritten und letzten Bauetappe öffnete das historische Gebäudeensemble an der Marktgasse 88 wieder seine Tore und präsentierte sich der Bevölkerung sowie Gästen aus der Region in neuem Glanz.

Die Gesamteröffnung bildete den sichtbaren Schlusspunkt eines jahrelangen Renovations- und Innovationsprojekts. Zugleich markiert sie den Beginn einer neuen Phase für den Hof zu Wil: Das traditionsreiche Haus soll künftig nicht nur als Kulturdenkmal wirken, sondern auch als lebendiger Treffpunkt, Arbeitsort, Veranstaltungsort und touristischer Anziehungspunkt.

Das Eröffnungswochenende bot ein vielfältiges Programm

Das Eröffnungswochenende verband Geschichte, Kultur, Musik, Handwerk und Begegnung. Am Samstag begann das Programm mit der Eröffnungsfeier auf dem Hofplatz. Danach folgten die Segnung des Hofs und die Schlüsselübergabe. Öffentliche Rundgänge luden dazu ein, die erneuerten Räume zu entdecken; gleichzeitig war die Festwirtschaft geöffnet.

Für musikalische und kulturelle Akzente sorgten verschiedene Musik- und Kulturvereine. Ein besonderer Programmpunkt war die Unterzeichnung der Städtepartnerschaft mit Wangen im Allgäu. Anschliessend setzte das Konzert des Städteorchesters Allgäu in der Kirche St. Nikolaus einen weiteren feierlichen Höhepunkt.

Auch der Sonntag stand im Zeichen des gemeinsamen Feierns. In der Kirche St. Nikolaus fand ein Festgottesdienst mit Orchestermesse statt, musikalisch gestaltet vom Sinfonischen Orchester Wil und vom Chor zu St. Nikolaus. Danach wurden erneut öffentliche Rundgänge durch den Hof angeboten; auch die Festwirtschaft war nochmals geöffnet.

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Mit der Gesamteröffnung werden nun auch jene Räume zugänglich und erlebbar, die während der Bauzeit Schritt für Schritt erneuert, restauriert und neu interpretiert wurden. Zum künftigen Angebot gehören unter anderem die «Hofwelten», die in die Geschichte des Hofs eintauchen lassen, die Hofherberge mit sechs Zimmern, die Fürstabt-Logen als Coworking-Angebot sowie Gastronomie- und Veranstaltungsräume.

Die Gesamteröffnung markiert einen wichtigen Meilenstein für die Stadt Wil und die Region. Mit dem Abschluss der umfassenden Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten ist nicht nur ein anspruchsvolles Bauprojekt vollendet worden: Auch ein einzigartiges Stück Geschichte wird neu erlebbar gemacht. Der Hof zu Wil soll künftig noch stärker ein Ort der Begegnung, der Kultur und des Austauschs sein, offen für alle Generationen.

Gleichzeitig nahm das Wochenende zwei geschichtliche Jubiläen auf: «600 Jahre Ulrich Rösch» und «800 Jahre Wil zum Kloster St.Gallen». Damit verband die Gesamteröffnung die Gegenwart des erneuerten Hofs mit seiner jahrhundertelangen Bedeutung für Wil, das Fürstenland und die Region.

Der Hof zu Wil zählt zu den bedeutendsten historischen Bauwerken im Kanton St.Gallen

Der Hof zu Wil zählt zu den bedeutendsten historischen Bauwerken im Kanton St.Gallen. Seine Geschichte reicht rund 800 Jahre zurück und ist eng mit der Entwicklung der Stadt Wil und des Klosters St.Gallen verbunden. Seit 1978 steht das Gebäudeensemble unter Bundesschutz. Getragen wird der Hof von der Stiftung Hof zu Wil, die sich seit Jahrzehnten für den Erhalt und die zeitgemässe Nutzung des Hauses einsetzt.

Auch wirtschaftlich ist die Gesamteröffnung ein wichtiges Signal. Der Hof zu Wil verbindet Denkmalpflege, Tourismus, Gastronomie, Kultur und neue Arbeitsformen an einem Ort. Damit entsteht mitten in der Altstadt ein Standort, der über Wil hinaus ausstrahlt und zusätzliche Impulse für die Region setzen kann.

Das Renovations- und Innovationsprojekt war mit einem Kostenrahmen von rund 25,45 Millionen Franken veranschlagt. Daran beteiligten sich unter anderem die Stadt Wil, der Kanton St.Gallen und die Stiftung Hof zu Wil. Mit der abgeschlossenen dritten Bauetappe ist nun ein Projekt vollendet, das historische Substanz bewahrt und zugleich neue Nutzungsmöglichkeiten für kommende Generationen schafft.

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