Die Anwendung verarbeitet hochgeladene Laborberichte und erstellt daraus zwei unterschiedliche Ausgaben. Für medizinisches Fachpersonal entsteht ein strukturierter Bericht mit klinischen Details, ergänzt durch Hinweise auf medizinische Fachliteratur. Parallel dazu wird ein vereinfachter Patientenbericht generiert, der in über 20 Sprachen verfügbar ist. Die Software bewertet einzelne Werte nicht isoliert, sondern setzt sie in Beziehung zu Parametern wie Alter, Gewicht, Geschlecht und bekannten Vorerkrankungen. Dabei kommt laut Vasic eine mehrstufige KI-Analyse zum Einsatz: «Unsere Triple-AI-Verifizierung arbeitet mit drei spezialisierten KI-Systemen, die Laborwerte im Kontext von Alter, Gewicht, Geschlecht und Krankengeschichte analysieren.»
Bislang hat Hemora fünf Validierungsinterviews mit Schweizer Hausärzten geführt und mehr als 50 anonymisierte Laborberichte analysiert. Rückmeldungen aus diesen Tests beziehen sich vor allem auf den möglichen Zeitgewinn sowie auf die Unterstützung bei der mehrsprachigen Kommunikation mit Patienten.
Derzeit bereitet Filip Vasic die formelle Firmengründung vor. In einem nächsten Schritt soll die Software in rund 100 Arztpraxen in der Deutschschweiz eingesetzt werden. Der Markteintritt ist zunächst in den Regionen St.Gallen, Zürich und Bern geplant, weitere Kantone sollen folgen.