Gysi und Friedl schlagen Rechsteiner
17.10.2019

Gysi und Friedl schlagen Rechsteiner

Die St.Galler Parlamentarier in Bern bewegen sich zu den Rändern des politischen Spektrums, zeigt das aktuelle Parlamentarierrating der NZZ. Der «rechteste» ist Thomas Müller, die «linkesten» sind gleichauf Barbara Gysi und Claudia Friedl. Sie schlagen sogar Paul Rechsteiner.

Im Spektrum von –10 (links) und +10 (rechts) kommt SVP-Nationalrat Thomas Müller auf einen Wert von +9,9 im NZZ-Parlamentarierranking. Vor vier Jahren kam Müller auf einen Wert von +8,1. Auch Parteikollege Roland Rino Büchel hat sich nach rechts bewegt (+9,4, 2015 +8,4). Beim Lukas Reimann geht es nur um Nuancen: Vor vier Jahren noch am äusserten rechten Rand (+10), steht er inzwischen am äusseren (+9,6). Barbara Keller-Inhelder liegt in ihrer ersten Legislatur bei +9,4, ebenso wie Mike Egger.

Marcel Dobler, FDP, liegt bei +3,6. Sein Parteikollege Walter Müller kommt auf +4,5 (2015 +3,7). Damit steht er in der FDP am weitesten rechts.

Die CVP St.Gallen politisiert «mittig» mit Nicolo Paganini (+0,4), Markus Ritter (0) und Thomas Ammann (–0,2).

Die beiden St.Galler SP-Nationalrätinnen sind nach links gerutscht (–9,6). Barbara Gysi (links im Bild) von –8,4 und Claudia Friedl (rechts) von –8 im 2015.

Die zurücktretenden Ständeräte sind mit –5,3 im Mittel deutlich links von jenen positioniert, die wieder antreten (–2,3). Ein Ständerat am äusseren linken Rand tritt aber wieder an: Paul Rechsteiner (–9,4). Vor vier Jahren lag der St. Galler noch bei –3,5. Ständerat Benedikt Würth politisiert etwa in der Mitte der kleinen Kammer (–2,6).