Gutjahr kandidiert nicht mehr
Text: pd/stz.
Mit dem Ende der laufenden Legislatur schliesst Diana Gutjahr ein bedeutendes Kapitel ihrer politischen Laufbahn ab. Die Thurgauer SVP-Nationalrätin hat am Montag bekannt gegeben, dass sie 2027 nicht mehr für einen Sitz im Bundesparlament kandidieren wird.
«Für mich ist dies der geeignete Zeitpunkt, diesen Teil meiner politischen Laufbahn abzuschliessen», erklärt Gutjahr. Die politische Arbeit habe sie über viele Jahre geprägt, bereichert und erfüllt. Gleichzeitig sei der Wunsch gewachsen, den nächsten Lebensabschnitt bewusster mit ihrer Familie zu gestalten, ihren heranwachsenden Sohn zu begleiten und sich wieder stärker im Familienunternehmen zu engagieren.
Vom Grossen Rat nach Bern
Gutjahrs politische Laufbahn begann 2012 mit der Wahl in den Grossen Rat des Kantons Thurgau. Am 27. November 2017 zog sie in den Nationalrat ein. Mit dem Abschluss der laufenden Legislatur wird sie dem eidgenössischen Parlament damit während insgesamt zehn Jahren angehört haben.
Auf kantonaler wie auf nationaler Ebene habe sie die Möglichkeit erhalten, Verantwortung zu übernehmen und sich in wichtige Dossiers einzubringen, hält Gutjahr fest. Besonders wichtig sei ihr stets eine sachliche, anständige und lösungsorientierte Politik im Interesse von Gewerbe, Mittelstand und Unternehmertum gewesen.
«Nicht Ideologie, sondern die Sache selbst stand für mich stets im Vordergrund», betont die SVP-Politikerin. Prägend sei auch die parteiübergreifende Zusammenarbeit gewesen. Unterschiedliche Überzeugungen gehörten zur Politik. Entscheidend sei jedoch das gemeinsame Ziel, konstruktive und tragfähige Lösungen zu finden.
Unternehmerin mit starker Stimme für die KMU
Neben ihrer politischen Tätigkeit ist Gutjahr Mitinhaberin der Ernst Fischer AG in Romanshorn. Das traditionsreiche Familienunternehmen ist im Stahl- und Metallbau tätig und wird von ihr gemeinsam mit ihrem Mann geführt. Ihre Erfahrungen als Unternehmerin brachte Gutjahr insbesondere in wirtschafts-, gewerbe- und bildungspolitische Fragen ein.
Dabei setzte sie sich nach eigenen Angaben für Rahmenbedingungen ein, die Innovation ermöglichen, Arbeitsplätze sichern und unternehmerische Freiheit mit sozialer Verantwortung verbinden.
Auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Nationalrat will Gutjahr wirtschaftspolitisch aktiv bleiben. Seit 2025 präsidiert sie den Thurgauer Gewerbeverband, dessen Vorstand sie bereits seit 2013 angehört. Zudem sitzt sie seit 2020 im Vorstand des Schweizerischen Gewerbeverbands. Diesen Engagements wolle sie sich weiterhin «mit grosser Freude, Engagement und Tatkraft» widmen.