GHG investiert in die Zukunft und fordert verlässliche Finanzierung
Text: pd/red
Die GHG betreute, begleitete und unterstützte im vergangenen Jahr mehr als 2500 Menschen mit besonderem Betreuungs- und Unterstützungsbedarf. Die acht Institutionen der Organisation erbrachten Leistungen im Umfang von 75,2 Millionen Franken. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Umsatz um mehr als fünf Millionen Franken. Unter dem Strich resultierte ein Jahresergebnis von 0,6 Millionen Franken.
Wie Präsident Heinz Loretini und der Vorsitzende der Geschäftsleitung ad interim, Ramon Beerli, anlässlich der Jahresmedienkonferenz erklärten, verzeichnet die GHG in allen vier Tätigkeitsbereichen – Kinder, Sonderschulen, Behinderung und Alter – eine anhaltend hohe Nachfrage. Eine im ersten Quartal 2025 durchgeführte Befragung zeigt zudem eine hohe Zufriedenheit bei Klienten und Angehörigen. So würden beispielsweise 98 Prozent der Eltern die Kita Tempelacker weiterempfehlen.
Fachkräftemangel und Kostendruck
Neben der Sicherstellung der finanziellen Stabilität beschäftigt die GHG weiterhin der Fachkräftemangel. Deshalb investiert die Organisation in die Weiterentwicklung ihrer Prozesse in Bereichen wie IT, Personalwesen und Finanzen. Gleichzeitig will sie ihre Möglichkeiten zur internen beruflichen Entwicklung stärker sichtbar machen.
Eine weitere Herausforderung sieht die GHG in der Finanzierung verschiedener Leistungen. Nach Angaben der Organisation können Angebote in mehreren Bereichen nicht vollständig kostendeckend erbracht werden. Als Beispiel nennt die GHG die Physiotherapie für Kinder und Jugendliche, deren Tarife die tatsächlichen Kosten nur teilweise decken. Auch in den Bereichen Behinderung und Alter bestehe zusätzlicher finanzieller Druck.
Laut Präsident Heinz Loretini sollen Effizienzsteigerungen und punktuelle Tarifanpassungen dazu beitragen, die Qualität der Angebote langfristig zu sichern. Gleichzeitig appelliert die GHG an Politik und Behörden, die Rahmenbedingungen für soziale und gesundheitliche Leistungen entsprechend auszugestalten.
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Fortschritte bei Bauprojekten
Parallel dazu treibt die Organisation ihre grössten Zukunftsprojekte voran. Im Riederenholz plant die GHG Neubauten für das Wohnheim und die CP-Schule. Das Baugesuch soll noch in diesem Jahr eingereicht werden. Geplant ist zunächst die Erstellung neuer Wohngruppenhäuser, bevor bestehende Gebäude ersetzt werden.
Auch auf dem Campus der GHG Sonnenhalde Tandem in St.Gallen laufen die Vorbereitungen für eine umfassende Erneuerung und Erweiterung eines Wohnhauses. Gleichzeitig soll die Verkehrssituation auf dem Areal verbessert werden. Vorgesehen sind unter anderem eine neue Verkehrsführung und eine Tiefgarage.
Für beide Grossprojekte verfügt die GHG nach eigenen Angaben über eine solide Eigenkapitalbasis und gute Voraussetzungen für Fremdfinanzierungen. Zur Umsetzung der Vorhaben ist die Organisation jedoch zusätzlich auf grössere Spenden angewiesen.