Gebrauchsanweisung für die Welt von morgen
03.04.2019

Gebrauchsanweisung für die Welt von morgen

Begriffe wie «Maschinenmenschen» spalten die Gemüter. Während die einen die Zukunft nicht abwarten können, klammern sich andere krampfhaft an bekannten Mustern fest. Wohin entwickelt sich die «Schöne Neue Welt»? Der Networking-Tag 2019 vom 6. September will unter dem Motto «Schöne Neue Welt» Orientierung bieten – aus technologischer und aus menschenorientierter Sicht.

Kein Tag vergeht, an dem nicht mit Hochdruck an bahnbrechenden Technologien getüftelt wird. Grosse Probleme müssen gelöst, das Leben vereinfacht werden. Die Welt befindet sich in rasantem Wandel, der Druck steigt. An der diesjährigen Giardina sagte der Ausstellungsdirektor: «In einer Zeit, in der alles wirklichkeitsferner wird, ist der Garten an Unmittelbarkeit nicht zu übertreffen.» Menschen sehnen sich offensichtlich nach Ruhe und Sicherheit. Doch woran sollen sie sich orientieren? Gibt es verlässliche Zukunftsprognosen? Die «Schöne Neue Welt» ist Thema des Networking-Tags vom Freitagnachmittag, 6. September 2019. Der Verantwortliche, Sigmar Willi, betont: «Es sollen keine Befürchtungen thematisiert, sondern realistische Zukunfts-Einschätzungen aufgezeigt werden.» Gastgeberin des öffentlichen Anlasses ist die Ehemaligen-Organisation FHS Alumni der Fachhochschule St.Gallen (FHS).

Technologische Sicht: Bühler-CEO Stefan Scheiber auf der Bühne
Das Programm beinhaltet im technischen Bereich zwei Referate von Experten. Stefan Scheiber, CEO der Bühler Group, zeigt auf, wie in seinem Konzern mit Herausforderungen der Digitalisierung umgegangen wird. Ausserdem stellt er den Innovationscampus «Cubic» vor – ein 50-Millionen-Projekt, das nicht nur Ideen generieren, sondern auch Start-ups und Fachkräfte anziehen soll. Für den technologischen Status quo sorgt Jörg Eugster. Seit Jahren fokussiert der Internet-Unternehmer und Autor auf die digitale Transformation und aktuelle Zukunftstrends. Welches Pferd macht das Rennen, welches schwächelt?

Das neue Format «Mini-Einsteins» ersetzt das Podium
Ein zweiter Teil der technologischen Sicht ist das neue Format «Mini-Einsteins», das anstelle des Podiums eingesetzt wird. Am Beispiel von vier Anwendungsfeldern kann das Publikum live mitverfolgen, was heute möglich ist und was die nahe Zukunft bringen wird. Wie kann der Roboter «NAO» dazu beitragen, älteren Menschen das Leben zu erleichtern? Sabina Misoch, Wissenschaftlerin an der FHS St.Gallen, zeigt es auf. Dominik Tarolli ist als «Global Business Development Director 3D and Smart Cities» bei der führenden GIS Technologiefirma Esri in Kalifornien tätig. Er nimmt das Publikum mit in die virtuelle Welt seiner Hollywood- und Smart-Cities-Kunden. Dazu gehören zum Beispiel «Pixar», «Walt Disney» oder die Stadt San Francisco. Ein weiterer Mini-Einstein ist Martin Osterwalder von AVIA Osterwalder. Er ist überzeugt von den Zukunftschancen des aktuell «grünsten» Treibstoffs der Welt und demonstriert die Nachhaltigkeit der Wasserstoff-Elektromobilität. Jörg Bachmann, Projektleiter im Bereich Innovation an der FHS St.Gallen, erklärt Virtual Reality als perfekte Spielwiese. Am Anlass entwickelt er live den Prototyp einer virtuellen Umgebung.

Moderiert wird der Networking-Tag von «Mister Einstein» persönlich: Tobias Müller, Moderator der SRF-Sendung «Einstein». Ziel des Anlasses ist es, eine Art Gebrauchsanweisung für den Umgang mit der heutigen und künftigen Welt präsentieren zu können. Den Abschluss des Networking-Tags bildet die traditionelle Networking-Party; in diesem Jahr mit Erlebniswelten. Der Anlass ist öffentlich und beginnt um 13 Uhr.

Mehr Infos unter www.networkingtag.ch