FC St.Gallen legt beim Gewinn kräftig zu
Text: pd/stz.
Gut 2000 Aktionäre kamen zur 23. ordentlichen Generalversammlung ins Berit Sitterstadion. Finanzverantwortlicher Christoph Hammer präsentierte den siebten positiven Jahresabschluss in Folge. Sportlich blickte der Klub auf den Cupsieg und den zweiten Rang in der Super League zurück.
Bruttoumsatz nähert sich 50 Millionen
Der konsolidierte Bruttoumsatz stieg um 4,24 Millionen auf 49,76 Millionen Franken. Der Jahresgewinn lag deutlich über den 117'000 Franken des Vorjahres. Zum Ergebnis trugen insbesondere ein Nettotransferergebnis von 3,82 Millionen Franken, höhere Ticketingeinnahmen und der Cupsieg bei. Die drei ausverkauften Spiele der Frauen-EM 2025 in St.Gallen lieferten einen Ergebnisbeitrag von rund 590'000 Franken.
Per 30. Juni 2026 verfügte der Klub über 10,22 Millionen Franken liquide Mittel und 20,55 Millionen Franken Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote sank von 58,6 auf 46,6 Prozent. Grund dafür war laut Geschäftsbericht die höhere Bilanzsumme infolge gestiegener Forderungen und Verbindlichkeiten aus Transfers. Das Eigenkapital selbst nahm zu.
Trotz des Gewinns bleibt die Abhängigkeit von schwer planbaren Transfererlösen und europäischen Wettbewerben bestehen. Der Klub will deshalb verlässlichere Einnahmequellen ausbauen, insbesondere im Catering und im Hospitality-Bereich. Zusätzliche Erträge sollen unter anderem die erneuerten Business-Seat-Flächen und die 4net Sportsbar ermöglichen.
Rückhalt für Hüppi und Verwaltungsrat
Die Aktionäre bestätigten Matthias Hüppi sowie Patrick Gründler, Peter Germann, Christoph Hammer und Benedikt Würth unter Applaus in ihren Ämtern.
Die Auseinandersetzungen um die Klubführung im vergangenen Mai beschäftigten Hüppi allerdings weiterhin. «Es tut immer noch weh!», sagte er laut «Blick» mit Blick auf den Machtkampf, dessen Schlagzeilen den Cupsieg überschattet hätten. Zugleich zeigte er sich zuversichtlich, den Klub gemeinsam konstruktiv auf Kurs halten zu können.
CEO Beat Kronenberg präsentierte zudem Ergebnisse einer ligaweiten Fanumfrage. Nach Angaben des Klubs lag der FCSG bei Stadionatmosphäre, Kommunikation, Merchandising und Catering jeweils über dem Ligadurchschnitt. In der Gesamtwertung erreichte er den ersten Platz.