Diese drei Ostschweizerinnen prägen die KI-Zukunft mit
Text: stz.
Der Report des ETH AI Center und der Greater Zurich Area macht Frauen sichtbar, die Forschung, Unternehmen und Anwendungen der künstlichen Intelligenz voranbringen. Die zweite Ausgabe berücksichtigt erstmals auch die Robotik. Die Auswahl versteht sich als Bestandsaufnahme der Schweizer KI-Landschaft, nicht als Rangliste.
Katrin Lohan leitet am OST-Campus Buchs das EMS Institut für Entwicklung Mechatronischer Systeme. Die Professorin für Robotik und Automation erforscht, wie Menschen und Roboter besser zusammenarbeiten können. Ihr Team entwickelt Systeme, die Anweisungen verstehen, durch Vorführungen lernen und auf veränderte Situationen reagieren. Aktuell stehen Modelle im Fokus, die Sprache und visuelle Informationen direkt in Bewegungen übersetzen. So muss nicht mehr jeder Arbeitsschritt einzeln programmiert werden.
Sina Wulfmeyer verbindet die KI-Praxis mit der Universität St.Gallen. Als Chief Data Officer bei Unique arbeitet sie an KI-Anwendungen für die Finanzbranche. An der HSG unterrichtet sie im Weiterbildungslehrgang «Big Data and Artificial Intelligence for Managers». Wulfmeyer hat in St.Gallen promoviert und bringt langjährige Erfahrung aus Datenprojekten bei Credit Suisse und Accenture mit. Ihr Schwerpunkt liegt darauf, Daten und KI für Unternehmen nutzbar zu machen.
Der Bezug zu Appenzell Ausserrhoden führt über Naghmeh Niroomand. Sie ist Head of AI bei der Netlive IT AG mit Sitz in Teufen. Das Unternehmen entwickelt KI-gestützte Lösungen für die Compliance und Datenanalyse von Finanzinstituten. Im Report wird Niroomand insbesondere für ihre Forschung an autonomen Fahrzeugen gewürdigt: Ihr Ansatz soll Navigationswissen zwischen unterschiedlichen Umgebungen übertragbar machen. Fahrzeuge könnten dadurch etwa auf neuen Parkflächen oder Logistikarealen zurechtkommen, ohne dass ihre Bewegungsplanung für jeden Standort vollständig neu trainiert werden muss.